Bundesamt für Umwelt BAFU

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Entsorgungsverfahren: Kehrichtverbrennungsanlagen KVA

In der Schweiz müssen sämtlichen brennbaren, nicht verwerteten Abfälle in geeigneten Anlagen verbrannt werden. Der grösste Teil dieser Stoffe gelangt in eine der 28 Kehrichtverbrennungsanlagen.

Seit dem 1.1.2000 müssen in der Schweiz sämtliche nicht verwerteten, brennbaren Abfälle in geeigneten Feuerungsanlagen verbrannt werden (Ablagerungsverbot). Mit der Inbetriebnahme der KVA Thun ab 2004 stehen in der Schweiz 3.29 Millionen Tonnen Verbrennungskapazität zur Verfügung. Dies reicht aus, um fortan gänzlich auf die Ablagerung brennbarer Abfälle zu verzichten.

Studie zum Trockenaustrag von KVA-Schlacke

Auskunft: Kaarina Schenk, kaarina.schenk@bafu.admin.ch

Studie zur Schlackequalität in 7 KVA der Schweiz - Investigation sur la qualité du mâchefer de 7 usines suisses d'incinération de déchets

Auskunft: Kaarina Schenk, kaarina.schenk@bafu.admin.ch

Brennbare Abfälle in KVA und auf Deponien

Brennbare Abfälle in KVA und auf DeponienNeues Fenster
Brennbare Abfälle in KVA und auf Deponien Brennbare Abfälle in KVA und auf Deponien
88 Prozent der brennbaren Abfälle oder 2,8 Millionen Tonnen gelangten 2000 in KVA, während die restlichen 12 Prozent unbehandelt auf Deponien abgelagert wurden. Auf der Webseite des VBSA kann man die freien Kapazitäten der Schweizer KVA abrufen.
Die Verbrennung trägt zur Reduktion von Schadstoffemissionen bei und dient der Schonung von Ressourcen. Das Abfallvolumen verringert sich um neun Zehntel, das Gewicht um drei Viertel. Wegen des Gehalts an umweltschädlichen Schwermetallen muss die Schlacke allerdings in den aufwändigen Reaktor- oder Reststoffdeponien abgelagert werden.

Energieproduktion in Kehrichtverbrennungsanlagen

Energieproduktion in KehrischtverbrennungsanlagenNeues Fenster
Energieproduktion in Kehrischtverbrennungsanlagen Energieproduktion in Kehrischtverbrennungsanlagen
Eine KVA mit Wärme-Kraft-Kopplung kann bis zu 10 Prozent des Energiegehalts im Abfall als elektrische Energie und gleichzeitig deutlich über 40 Prozent als Fernwärme nutzen. Die Stromproduktion aller 28 schweizerischen KVA vermag den Strombedarf von immerhin rund 250 000 Haushaltungen zu decken. Mit der genutzten Wärme kann zudem jährlich der Import von etwa 215 000 Tonnen Erdölderivaten zur Wärmeerzeugung eingespart werden.

Schadstoffemissionen

In den letzten Jahren sind grosse Summen in die qualitative Verbesserung der KVA investiert worden, insbesondere in die Ausrüstung zur Reinigung der Rauchgase. Überall werden mit Elektrofiltern Flugasche und Staub zurückgehalten. Gasförmige Schadstoffe wie Schwefeldioxid und Salzsäure werden weitestgehend mittels Gaswäschern entfernt. Entstickungsanlagen (Denox) stehen seit 2002 ebenfalls überall in Betrieb. Der Anteil der KVA an der Emission von Stickoxiden, welche zum Sommersmog beitragen, geht damit von 3,1 Prozent (1995) auf 0,9 Prozent (2000) zurück. Erwünschter Nebeneffekt: Die Emission von hochtoxischen Dioxinen und Furanen reduziert sich gesamtschweizerisch auf einige Gramm pro Jahr - also auf weniger als ein Zwanzigstel der Menge vor Installation der Denox-Anlagen.
Schadstoffemissionen in der SchweizNeues Fenster
Schadstoffemissionen in der Schweiz Schadstoffemissionen in der Schweiz
Die Abfallverbrennung verursacht somit bei den meisten Schadstoffen nur noch einen geringfügigen Anteil der schweizerischen Luftbelastung. Ausnahme sind einzelne Schadstoffe wie Quecksilber oder Cadmium, bei denen die Emissionen in der Schweiz wegen der fehlenden Schwerindustrie ohnehin sehr tief liegen.

Animierter KVA-Rundgang

Lernen Sie am Beispiel der KVA Luzern eine moderne KVA kennen. Ein animierter Rundgang zeigt Ihnen die einzelnen Prozessschritte. Für diesen Rundgang benötigen Sie das Macromedia Flash Plugin.

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KVA Rundgang
11.09.2006 | 419 KB | ZIP


Kontakt: waste@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 27.10.2009

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