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In den Schweizer Wäldern leben insgesamt 53 Baumarten, Von der halben Milliarde Bäume, die in der Schweiz ungefähr stehen, gehören aber 70% zu nur gerade drei Arten: Fichte, Buche und Tanne. Im Vergleich zu tropischen Wäldern sind die bei uns weit verbreiteten Buchen-, Buchen-Tannen- und Fichtenwälder arm an Baumarten.
Es ist aus ökologischen wie aus ökonomischen Gründen sinnvoll, die von Natur aus weniger häufigen und seltenen Baumarten gezielt zu fördern. Besonders jetzt, wo sich das Klima schnell ändert und das Wetter extremer wird, lohnt es sich, die Risiken auf mehrere Baumarten zu verteilen.
Damit lässt sich der Wald als Ökosystem stabilisieren, und mit seltenen wertvollen Hölzern dereinst gutes Geld verdienen, zum Beispiel mit Eiche, Kirschbaum, Elsbeere und Speierling.
Die Eiche war im Mittelalter der wichtigste „Brotbaum" des Menschen: Sie nährte die Schweine, lieferte Bauholz, Streu für die Ställe, den Gerbstoff für das Leder. Mit dem Anbau von Weizen und Kartoffel ab dem 16. Jahrhundert schwindet ihre Bedeutung; den Todesstoss bekommt sie aber erst im 19. Jahrhundert, als der Bau der Eisenbahnen enorme Mengen an Eichenschwellen verschlingt.
Im Areal der Rotbuche ist die Eiche (in der Schweiz leben vier Arten) heute stark rückgängig. Aus drei Gründen soll sie im Schweizer Wald gefördert werden:
Diese Arten sind von Natur aus relativ selten, weil sie auf „normalen" Standorten konkurrenzschwach sind und dort von den herrschenden Arten verdrängt werden - zum Beispiel von der Rotbuche. Sie sind aber ein charakteristischer Bestandteil bestimmter Waldtypen und ökologisch besonderer Standorte und damit ein Gewinn für die Artenvielfalt.
Ausserdem liefern einige von ihnen sehr schöne Hölzer, die hohe Preise erzielen, z.B. der Kirschbaum und der Speierling. Gerade an sonnigen Waldrändern und Hängen lassen sie sich mit vertretbarem Aufwand fördern.
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