Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser, wie Firefox 3 oder Internet Explorer 7
Beginn Inhaltsbereich
Jahr für Jahr sickern in der Schweiz mehr als 130'000 Tonnen Nitrat aus der Landwirtschaft ins Grundwasser. Dies lässt sich nie gänzlich vermeiden, denn Nitrat ist für das Pflanzenwachstum notwendig und ist äusserst gut wasserlöslich. Aber zu viel ist zu viel. Und das hat Folgen: Über 350 Schweizer Gemeinden kämpfen heute mit zu hohen Nitratgehalten im Grundwasser. Insbesondere im schweizerischen Mittelland liegen die Nitratgehalte teilweise deutlich über dem in der Gewässerschutzverordnung vorgeschriebenen Wert von höchstens 25 Milligramm pro Liter.
Solange die lebensmittelrechtlichen Bestimmungen eingehalten sind, hat die Nitrataufnahme, etwa über Gemüse oder Trinkwasser, zwar keinen wesentlichen direkten Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Weil aber Wasser die wichtigste Lebensgrundlage ist, verdient es den bestmöglichen Schutz. Zudem sind erhöhte Nitratgehalte im Wasser die Folge einer nicht standortgerechten landwirtschaftlichen Bodennutzung und oft Anzeichen für das Vorhandensein problematischer Schadstoffe.
Zuviel Nitrat führt zu einer Überdüngung natürlicher Lebensräume, zur Verdrängung seltener Pflanzen- und Tierarten und zu einer Verunreinigung der Gewässer. Gelangt Nitrat einmal ins Wasser, lässt es sich nur mit sehr hohem Aufwand oder überhaupt nicht mehr daraus entfernen.
Seit 1999 unterstützt der Bund im Rahmen von Artikel 62a des Gewässerschutzgesetzes spezielle Projekte zur Verminderung der Nitratgehalte im Grundwasser. Der Bund stellt dafür jährlich gegen 60 Millionen Franken zur Verfügung. Wie die bereits laufenden Nitratprojekte der Kantone Aargau, Bern, Freiburg, Schaffhausen, Solothurn, Waadt und Zürich zeigen, lassen sich die Nitratgehalte in empfindlichen Gebieten durch eine gezielte Anpassung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung im erforderlichen Umfang senken. Die Kosten, die den Bäuerinnen und Bauern durch die Umsetzung der vertraglich vereinbarten speziellen Massnahmen anfallen, übernehmen der Bund und weitere Institutionen.
Um die Möglichkeiten und Vorteile solcher Nitratprojekte bei den direkt betroffenen Landwirten und in der breiten Öffentlichkeit besser bekannt zu machen, haben die drei Bundesämter BLW, BUWAL und BAG eine Informationskampagne lanciert.