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Schweiz nimmt an vierter UNO-Umwelt-Konferenz 2012 teil

Bern, 14.04.2010 - 2012 findet in Brasilien die vierte UNO-Umwelt-Konferenz seit 1972 statt. Unter dem Titel "Nachhaltige Entwicklung" wird die Staatengemeinschaft über die drängenden Probleme im Bereich Umwelt, Ressourcen und Klima diskutieren. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. April 2010 beschlossen, dass die Schweiz an der Konferenz teilnehmen wird. Die Vorbereitungen zur Konferenz werden koordiniert durch das Bundesamt für Umwelt BAFU.

Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, dass die Schweiz 2012 an der UNO-Konferenz zu "Nachhaltige Entwicklung" in Brasilien teilnehmen wird. Globale Umwelt- und Nachhaltigkeitskonferenzen haben in der Vergangenheit wichtige Impulse für die internationale Umweltpolitik gegeben (siehe Kasten).

Die Koordination der Vorbereitungen und Verhandlungen der UNO-Konferenz liegt beim Bundesamt für Umwelt BAFU. Beteiligt sind zudem namentlich die Bundesämter für Raumentwicklung ARE, für Gesundheit BAG, für Landwirtschaft BLW, die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit DEZA, das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und das Institut für geistiges Eigentum IGE. Einbezogen werden auch Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie die Privatwirtschaft.

An der UNO-Konferenz zu Nachhaltiger Entwicklung werden inhaltlich zwei Themen im Zentrum stehen: "Grüne Wirtschaft" sowie institutionelle Rahmenbedingungen für eine Nachhaltige Entwicklung.


KASTEN
UNO-Konferenzen: Meilensteine in der internationalen Umweltpolitik

Die erste globale Umweltkonferenz wurde von der UNO 1972 in Stockholm organisiert. 1992 fand in Rio de Janeiro der Weltgipfel über Umwelt und Entwicklung statt und 2002 in Johannesburg der Weltgipfel über Nachhaltige Entwicklung.

Die Konferenz in Stockholm gilt als Beginn der internationalen Umweltpolitik. Der 5. Juni, der Tag des Konferenzbeginns, ist heute der internationale Tag der Umwelt. In der Stockholm-Deklaration bekennt sich die Staatengemeinschaft erstmals zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Umweltschutz. Dem Recht der Staaten auf Nutzung der eigenen Ressourcen wird die Pflicht gegenüber gestellt, dafür zu sorgen, dass durch Tätigkeiten im eigenen Land anderen Staaten kein Schaden zugefügt wird. Im Nachgang zur Konferenz von Stockholm wurde das UNO Umweltprogramm UNEP gegründet.

1992, genau 20 Jahre nach der ersten UNO-Konferenz, fand in Rio die zweite Konferenz über Umwelt und Entwicklung statt. Dabei wurden wichtige Grundsätze wie das Vorsorgeprinzip oder das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Zudem verabschiedete die Staatengemeinschaft fünf Dokumente:

  • Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung
  • Klimaschutz-Konvention
  • Artenschutz-Konvention
  • Walddeklaration
  • Agenda 21

2002 wurde der dritte Weltgipfel in Johannesburg durchgeführt. Hauptergebnis war, dass die Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung durch neue Prioritäten und Umsetzungsprogramme konkretisiert wurde. Zudem wurden die Institutionen gestärkt und für spezifische Themen wie Chemikalien thematische Ziele formuliert.

Adresse für Rückfragen:

Franz Perrez, stellvertretender Chef der Abteilung Internationales, BAFU, Tel. 031 322 93 08

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Internet: http://www.uvek.admin.ch/index.html?lang=de


http://www.bafu.admin.ch/dokumentation/medieninformation/00962/index.html?lang=de