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Die globalen Berichte über den Zustand der Umwelt (Global Environment Outlook, GEO) informieren über den Zustand der Umwelt auf Basis der besten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sie sind ein wichtiges Produkt der Arbeit des UNO-Umweltprogramms UNEP und zeigen, wo Massnahmen für den globalen Schutz der Umwelt ergriffen werden müssen.
Am 6. Juni 2012 hat die UNEP den fünften Bericht über den Zustand der Umwelt (GEO-5) vorgestellt. Zum ersten Mal wird darin anhand von bereits verabschiedeten globalen Umweltzielen über den Zustand der Umwelt berichtet. Dies ist eine massgeblich von der Schweiz initiierte Neuerung. Die Schweiz setzt sich seit längerem für eine bessere Nutzung von Zielen als Instrument der internationalen Umweltpolitik ein. Zudem verfügt der Bericht erstmals über eine Zusammenfassung für Entscheidungsträger, die unter den Staaten diskutiert und genehmigt wurde. Dadurch soll die Politikrelevanz des GEO-5-Berichts verbessert werden. Der Bericht und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen über den Zustand der Umwelt bilden eine wichtige Grundlage für die UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20, welche im Juni in Rio de Janeiro stattfindet.
Die Schweiz war wissenschaftlich und finanziell an der Erarbeitung des Berichts beteiligt. Der GEO-5-Bericht kommt zur Schlussfolgerung, dass die derzeit beobachteten Umweltveränderungen beispiellos in der Geschichte der Menschheit sind. Massnahmen der internationalen Umweltpolitik zum verbesserten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, der Verbesserung der Ressourceneffizienz- oder dem Schutz der Ozonschicht hätten wohl Verbesserungen in einzelnen Bereichen gebracht. Weitere Massnahmen seien aber nötig, insbesondere im Bereich der Klimawandel-, Biodiversitäts-, Wasser-, Abfall- und Chemikalien-Problematik, ansonsten entstünden unumkehrbare Schäden an den globalen Ökosystemen, was das Überleben der Menschheit gefährde.