Bundesamt für Umwelt BAFU

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Magazin «umwelt» 3/2011 - Raum den Gewässern

Das revidierte Gewässerschutzgesetz | Eine Gemeinschaftsaufgabe | Lebensadern der Landschaft | Revitalisierungen richtig planen | Natur und Bevölkerung als Gewinner | Befreite Bäche | Ökologische Sanierung der Wasserkraft

Dossier «Raum den Gewässern»

Auf zu neuen Ufern und Gewässern -

Editorial von Bruno Oberle, Direktor BAFU

Eine Gemeinschaftsaufgabe - «Machen wir die Schweiz noch schöner» -

Seit dem 1. Januar 2011 ist das revidierte Gewässerschutzgesetz in Kraft. In einem Gespräch mit umwelt äussern sich Stephan Müller, Abteilungschef Wasser beim BAFU, Willy Müller, Geschäftsleiter Renaturierungsfonds Kanton Bern, und Christophe Joerin, Chef der Sektion Gewässer des Kantons Freiburg, zu den Herausforderungen und Chancen, die sich daraus ergeben.

Gewässerökologie - Lebensadern der Landschaft -

Fliessgewässer sind Hotspots der Biodiversität und wichtige Elemente der Lebensraum-vernetzung. Ein Augenschein am Oberlauf der Sense (BE/FR) verdeutlicht die grosse biologische Vielfalt und die enorme natürliche Dynamik in den Gewässern. Die Bildstrecke auf den folgenden Seiten führt uns durch die charakteristischen Lebensräume verschiedener Flussabschnitte von der Quelle bis zur Mündung in einen See.

Erfolgsfakoren bei Revitalisierungen - Erst planen, dann handeln -

Das am 1. Januar 2011 in Kraft getretene revidierte Gewässerschutzgesetz verpflichtet die Kantone, Revitalisierungen langfristig zu planen und umzusetzen. Damit das Unternehmen von Erfolg gekrönt wird, müssen einige Grundregeln beachtet werden. Auf der Ebene ganzer Einzugsgebiete wurden bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt, beispielsweise an der Kander.

Hochwasserschutz - Metamorphose mit doppelter Wirkung -

Entlang von vielen korrigierten und verbauten Flüssen ist die Hochwassersicherheit nicht mehr gewährleistet. Die Gewässer benötigen mehr Raum, wobei Gefahrenprävention und Massnahmen zur ökologischen Aufwertung gleichzeitig erfolgen können – und auch sollen.

Freizeitwert - Die Natur wird wieder erlebbar -

Die Renaturierung von Bächen und Flüssen kommt nicht nur Flora und Fauna zugute, sondern freut auch die Menschen. Diese kehren in Scharen an die aufgewerteten Wasserläufe zurück – und zeigen mehrheitlich Verständnis für die Empfindlichkeit der neu entstandenen Lebensräume.

Revitalisierung im Landwirtschaftsgebiet - Der Hürnbach spricht wieder mit uns -

Im Rahmen einer Landumlegung im Kanton Luzern wurde eine fast 2 Kilometer lange und 20 Meter breite Gewässerparzelle ausgeschieden. Dies ermöglichte die Revitalisierung eines Bachs im Landwirtschaftsgebiet. Das Projekt ist eine Erfolgsgeschichte.

Ausdolungen - Renaissance der kleinen Bäche -

Wenn eingedolte Bäche freigelegt werden, kehrt Leben in die Stadt und ins Kulturland zurück. Für Erholungssuchende und Kinder sind die aus dem Dornröschenschlaf erweckten Bäche eine Attraktion. Auch der Hochwasserschutz und eine kostengünstige Siedlungsentwässerung sprechen dafür, die Bäche wieder ans Tageslicht zu holen.

Nachhaltige Nutzung - Grüner Strom aus blauer Kraft? -

Schweizer Bäche und Flüsse werden intensiv für die Stromproduktion genutzt. Das fordert seinen Tribut von den Gewässerbewohnern. Abrupte Veränderungen des Wasserpegels setzen ihnen zu. Auch die vielerorts noch fehlende Fischgängigkeit und die Defizite bei der Geschiebedynamik erfordern Lösungen. Kraftwerkbetreiber und Kantone sind mit den neuen Gewässerschutzbestimmungen in der Pflicht.


Einzelthemen

Illegale Abfallexporte - Ein Geschäft auf Kosten der Umwelt -

Weltweit werden viele Abfälle illegal exportiert. Fachleute beziffern die widerrechtlichen Ausfuhren im EU-Durchschnitt auf 15 Prozent. Um das lukrative Geschäft auf Kosten der Umwelt zu unterbinden, arbeiten die Schweizer Umweltbehörden europaweit eng mit Zollämtern und weiteren Stellen im Ausland zusammen.

Eisenbahnlärm - (G)leise bitte! -

In der Nacht leiden hierzulande rund 140‘000 Personen unter dem Lärm vorbeifahrender Güterzüge. Leicht montierbare Schienenschallabsorber könnten Abhilfe schaffen, wie ein Feldversuch zeigt.

Trends im Umweltverhalten - Die Umwelt an erster Stelle -

Noch nie seit Mitte der 1980er-Jahre war die Schweizer Bevölkerung stärker motiviert, sich umweltfreundlich zu verhalten. Neue Meinungsumfragen zeigen zudem, dass Umweltängste die Menschen hierzulande enorm beschäftigen.

Virtuelles Wasser - Wasserimporte für das Wasserschloss -

Durch die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten importiert die Schweiz grosse Mengen an virtuellem Wasser, das zuvor für die Herstellung von Nahrungsmitteln, Baum-wolle und weiteren Agrargütern im Ausland eingesetzt worden ist. Problematisch sind dabei Einfuhren aus Ländern mit extremer Wasserknappheit.

Flugüberwachung - Hörgerät für Fledermäuse -

Pünktlich zum internationalen Jahr der Fledermaus 2011 haben Fachleute aus der Schweiz ein neues Gerät zur Beobachtung und Bestimmung dieser Flugkünstler entwickelt. Es wird das Monitoring der Tiere und die Erforschung ihrer Flugrouten wesentlich vereinfachen.

Wald im Wandel - Spaziergang in die Zukunft -

Die Temperaturen steigen, der Rohstoffhunger wächst. Unterwegs in einem Aargauer Wald fragte umwelt den Forstwissenschaftler Peter Brang, wie diese beiden Megatrends das Gesicht des Schweizer Waldes im Laufe des 21. Jahrhunderts verändern könnten.


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Zuletzt aktualisiert am: 30.08.2011

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