Magazin «umwelt» 1/2012 Transparenter Markt
So lässt sich nachhaltig einkaufen | Umweltbelastungen bilanzieren | Fallbeispiele realisierter Markttransparenz | Informationsplattformen | Weitere Themen: Rio+20 – die UNO auf dem Weg zur grünen Wirtschaft
Dossier «Markttransparenz»
Markttransparenz als Imperativ
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Editorial von Christine Hofmann, Stv. Direktorin BAFU
Produktinformationen mit Resonanz: Navigationshilfen auf dem weltweiten Warenfluss
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Im globalisierten Warensortiment ist allerdings oft detektivischer Spürsinn gefragt, um Herkunft, Zusammensetzung, Fabrikationsweise und Transportwege von Gütern aufzudecken.
Umweltbelastung durch Lebensmittel: Ökobilanzen machen reinen Tisch
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Fast ein Drittel der durch unseren Konsum verursachten Umweltbelastung geht auf das Konto der Nahrungsmittel. Der Verzehr von Fleisch und weiteren tierischen Produkten schlägt dabei mit Abstand am stärksten zu Buche. Dies zeigt eine umfassende Analyse von Lebensmitteln und Menüs mithilfe von Ökobilanzen.
Vorstudien des BAFU: Der anspruchsvolle Weg zu mehr Transparenz im Ladenregal
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Das BAFU entwickelt Standards zur Verbesserung der Umweltinformationen bei Produkten.
Fallbeispiel Lebensmittel: Wiesenmilch − echt stärker
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Milch mit Kühen zu produzieren, die Gras statt Kraftfutter fressen, ist ernährungspolitisch sinnvoll und eine Chance für die Schweizer Landwirtschaft. Mit ihrer «Wiesenmilch» geht IP-Suisse einen Schritt in diese Richtung. Dank transparenter Produktionsrichtlinien weiss der Bauer, worauf er sich einlässt, und der Konsument, was er kauft.
Fallbeispiel Mobilität: Aufmerksam mobil
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Wie können wir unseren ökologischen Fussabdruck verkleinern, wenn wir auf Reisen sind? Indem wir Informationsplattformen für die Mobilität wie etwa «routerank» und «mobitool» benutzen oder eine Planungshilfe einsetzen.
Fallbeispiel Hotellerie: Grüne Teller
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Im Gastgewerbe gibt es verschiedene Vorstösse für mehr Transparenz. Zwei Beispiele: das Konzept «Best» der Hotelfachschule in Lausanne, das noch in den Anfängen steht, sowie ein bereits etabliertes und auf nationaler Ebene verankertes Projekt, das Label «Goût mieux».
Transparenz für die Allgemeinheit: Wenn Profis nachhaltig einkaufen
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Wenn Behörden und private Unternehmen sozial- und umweltverträgliche Produkte kaufen, ist eine Frage ganz zentral: Wie lässt sich am besten die ganze Produktionskette überblicken? Ein kleiner Rundgang durch die Praxis.
Fallbeispiel: Wenn Gold auch punkto Nachhaltigkeit glänzt
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Wer in Gold investiert hat, kann sich zurzeit freuen. In den produzierenden Ländern hingegen fordert der Ansturm auf das gelbe Metall oft einen hohen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Tribut.
Fallbeispiel Geldanlagen: Investieren für die Zukunft
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Der Bankensektor gilt als besonders undurchsichtig. In unserem Land gibt es aber dennoch verschiedene Geldinstitute, die sich hinsichtlich ihrer Transparenz und der ethischen Leitlinien auszeichnen. Zum Beispiel die Alternative Bank Schweiz (ABS).
Label-Informationsplattformen: Klare Sicht in der Informationsvielfalt
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Neutrale Institutionen sorgen in der Vielfalt der Labels für klarere Sicht. Der Umwelt zuliebe braucht es aber einen weiteren Blick, der auch die nicht zertifizierten Produkte erfasst.
Fallbeispiel Kakaoproduktion: Schokolade ohne Bitterkeit
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Mehr und mehr Schokoladenhersteller wollen wissen, woher der von ihnen verarbeitete Kakao stammt: Dank Rückverfolgbarkeit des Rohstoffs bis zu den Bäuerinnen und Bauern in Afrika und Lateinamerika können sie der Kundschaft Umwelt- und Sozialverträglichkeit ihres Produktes garantieren.
Fallbeispiel Informationsportal: Forelle oder Thon? Codecheck weiss Rat
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Die Applikation www.codecheck.info macht die Strichcodes auf Produkten zu einem Ratgeber für kritische Konsumentinnen und Konsumenten.
Internationale Markttransparenz: Eine Bresche schlagen für Transparenz im Welthandel
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Viele, wenn nicht gar die meisten Produkte werden heute zwischen Staaten gehandelt. Das stellt hohe Anforderungen an Vereinbarungen, welche Markttransparenz ermöglichen und von allen Marktteilnehmern anerkannt werden.
Einzelthemen
Geografische Informationssysteme: Umweltdaten für das Smartphone
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Seit Herbst 2011 ist unter der Webadresse http://map.bafu.admin.ch ein neues Geodatenportal mit räumlich aufgeschlüsselten Umweltinformationen in Betrieb. Es ist umfangreich und schnell, wobei zahlreiche Karten nun auch mit dem Smartphone abrufbar sind.
Uno-Konferenz RIO+20: Gemeinsame Vision einer grünen Wirtschaft
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Die Vision einer umweltverträglichen Wirtschaft steht im Zentrum der UNO-Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro (Rio+20). Am Gipfel vom 4. bis 6. Juni 2012 will die Schweiz der Welt-gemeinschaft eine visionäre «Roadmap» mit gemeinsamen Zielen vorschlagen. Umweltbotschafter Franz Perrez bezeichnet diese im Interview mit umwelt als Orientierungshilfe, die den Weg zu einer grünen Wirtschaft weisen soll.
Ökonomischer Wert der Landschaft: Wir lieben, was wir zerstören
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Wo sich markante Berggipfel in einem See spiegeln, klettern die Bodenpreise,
und es werden höhere Wohnungsmieten bezahlt. Die Attraktivität der Landschaft ist für die Schweiz heute ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor.
Doch genau diese Anziehungskraft droht den Charakter wertvoller Kulturlandschaften durch eine ungebremste Zersiedelung zu zerstören.
Kooperation mit China: Die Schlüsselrolle der Weltfabrik
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China verzeichnet enorme Wachstumsraten und hat sich in nur einem Jahrzehnt zur «Weltfabrik» entwickelt. Kehrseite dieses Erfolgs sind aber auch gravierende Umweltbelastungen. Für die internationale Umweltpolitik der Schweiz ist China denn auch ein Schlüsselland zur Bewältigung der globalen Umweltprobleme.
Kooperation mit China: Die Schlüsselrolle der Weltfabrik
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China verzeichnet enorme Wachstumsraten und hat sich in nur einem Jahrzehnt zur «Weltfabrik» entwickelt. Kehrseite dieses Erfolgs sind aber auch gravierende Umweltbelastungen. Für die internationale Umweltpolitik der Schweiz ist China denn auch ein Schlüsselland zur Bewältigung der globalen Umweltprobleme.
Mikroverunreinigungen: Damit Spurenstoffe nicht mehr den Bach hinunter gehen
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Über die Kläranlagen gelangt eine Vielzahl von organischen Spurenstoffen in unsere Gewässer. Solche Mikroverunreinigungen können selbst in sehr tiefen Konzentrationen empfindliche Wasserlebewesen wie Fische stark beeinträchtigen. Um Medikamente, Pestizide und weitere kritische Substanzen künftig von den Gewässern fernzuhalten, soll nun ein Teil der Kläranlagen nachgerüstet werden.