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Die Kantone sorgen für die kommunale und die regionale Entwässerungsplanung. Dabei sind besondere Massnahmen nötig zur Entsorgung von Regenwasser.
Die heutige Entwässerungsplanung ist umfassender und differenzierter als früher. Bei Neuerstellungen oder Sanierungen von Entwässerungssystemen ist auch eine Anpassung an den Stand der Technik notwendig.
Das Gewässerschutzgesetz fordert, nicht verschmutztes Abwasser primär versickern zu lassen. Dies ist in der Praxis nicht einfach: Um sich für die richtige Entsorgungsvariante zu entscheiden, müssen mehrere Elemente - u.a. Bodenverhältnisse, Regenabflussqualität, Vorfluterqualität - berücksichtigt werden.
Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) hat die Richtlinie «Regenwasserentsorgung» erarbeitet. Sie zeigt auf, welche Gesichtspunkte bei der Entsorgung von Niederschlagswasser im Rahmen einer zeitgemässen und nachhaltigen Siedlungsentwässerung zu beachten sind und welche Entsorgungswege in Frage kommen.
Damit es bei starkem Regenwetter zu keinem Abwasserrückstau kommt, wurden in die Kanalisation Hochwasserentlastungen eingebaut. Auf diesem Weg gelangt zwar stark verdünntes aber mengenmässig nicht vernachlässigbares verschmutztes Abwasser in die Oberflächengewässer.
Je nach Gewässer können solche Entlastungen mehr oder weniger Probleme verursachen. Die Bemessung vieler solcher Entlastungen basiert auf einer Empfehlung von 1977. Es liegt auf der Hand, dass diese einem umfassenden Gewässerschutz nicht mehr genügen.
Deshalb wurde vom BAFU, dem VSA und der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) das Projekt «Storm: Abwassereinleitungen aus Kanalisationen bei Regenwetter» lanciert. Es liefert die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge im Hinblick auf einen zeitgemässen Gewässerschutz und bildet die Grundlage für eine neue technische Richtlinie, welche zurzeit vom VSA erarbeitet wird.
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