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Schutz des Rheins und der Nordsee: Um die Stickstoffbelastung zu reduzieren, will die Schweiz ab 2005 jährlich 2600 Tonnen weniger Stickstoff aus Abwasserreinigungsanlagen in die Gewässer einleiten als noch 1995.
Eine durch menschliche Aktivitäten verursachte erhöhte Stickstoffbelastung führt - wie in anderen Ländern - auch in der Schweiz zu Problemen in Wasser, Boden und Luft.
Über den Rhein verlagert sich ein Teil des Problems in die Nordsee: In Küstengewässern und Meeresabschnitten mit schlechter oder gar keiner Verbindung zum offenen Meer kann übermässiger Eintrag von Nährstoffen zu einer Eutrophierung führen. Diese gilt als eine der Hauptursachen für die alarmierende Belastung der Meeresumwelt. Zudem wirkt sie sich negativ auf die menschliche Gesundheit und die Nutzung der Küstenzonen für Freizeit und Erholung aus.
Im Laufe der 80er-Jahre verdeutlichten sich die Überdüngungserscheinungen. In der Folge haben die Nordseeanliegerstaaten und die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) beschlossen, die Stickstoff- und Phosphoreinträge in die Nordsee von 1985 bis 1995 um 50% zu vermindern (OSPAR-Strategie).
Die Schweiz hat sich als Mitglied der IKSR dazu verpflichtet, angemessene Massnahmen zu treffen. Eine Erfolgskontrolle 1995 zeigte jedoch, dass im Gegensatz zu Phosphor das Reduktionsziel von 50% beim Stickstoff bei weitem nicht erreicht wurde.
Das nationale Konzept zur Verringerung der Nährstoffeinträge in die Gewässer enthält Massnahmenkombinationen in den Bereichen Landwirtschaft, Luftreinhaltung und Abwasserentsorgung. Mit diesem Konzept sowie durch die Arbeiten im Rahmen der IKSR sollte es der Schweiz gelingen, die Ziele der OSPAR-Konvention zu erreichen.
Im Bereich Abwasserentsorgung haben die Kantone in einer Planung festgelegt, wie aus Abwasserreinigungsanlagen im Einzugsgebiet des Rheins unterhalb der Seen 2600 Tonnen Stickstoff weniger in die Gewässer eingeleitet werden können als 1995. Die darin vorgesehenen Anlagen müssen die Stickstoffelimination spätestens ab dem Jahre 2005 durchführen.
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