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Normale, teilweise hohe Grundwasserstände und Quellschüttungen mit abnehmender Tendenz
Grundsätzliche Anmerkung: Die quantitativen Grundwasserverhältnisse in der Schweiz stehen in den häufigsten Fällen in engem Zusammenhang mit der kumulierten Niederschlagsmenge der zurückliegenden Monate der jeweiligen Region. Die Entwicklung der Grundwasserstände und Quellschüttungen verläuft daher meist regional unterschiedlich und mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Das Grundwasserbulletin wird dementsprechend etwa alle 2 Monate - und bei deutlichen Zustandsänderungen häufiger - erstellt (letzte Aktualisierung 7. Mai 2013).
Im März 2013 fielen unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Der Monat April 2013 war - abgesehen von der Ostschweiz - nass (siehe Abbildung Niederschlag).
Grundwasserstände und Quellschüttungen liegen derzeit im Normalbereich, teilweise sogar hoch infolge der überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen im April 2013. Derzeit weisen die Grundwasserstände und Quellschüttungen verbreitet eine sinkende Tendenz auf (siehe Abb. Grundwasserstände und Quellschüttungen).
Die wichtigen Grundwasserleiter in den Talschotterebenen sind oberflächennah und werden oft durch Flüsse gespeist; sie reagieren deshalb eher kurzfristig auf Niederschlagsereignisse und Trockenperioden.
Lockergesteins-Grundwasserleiter, die an Flüsse mit Einzugsgebiet im Mittelland oder Jura gebunden sind (pluviales Grundwasserregime), erreichen entsprechend der saisonalen Niederschlagsverteilung generell ihren Grundwasserhöchststand im März und April und ihren Tiefststand im August und September. Anfang Mai 2013 sind in diesen Gebieten saisonal bedingt normale bis hohe Grundwasserstände mit sinkender Tendenz zu beobachten.
Lockergesteins-Grundwasserleiter, die an Flüsse mit Einzugsgebiet in den Voralpen gebunden sind (pluvio-nivales Grundwasserregime), erreichen entsprechend der saisonalen Niederschlagsverteilung generell ihren Grundwasserhöchststand im März und April und ihren Tiefststand im Winter. Anfang Mai 2013 sind in diesen Gebieten infolge der Niederschläge der vorangegangenen Wochen normale Grundwasserstände mit sinkender, teilweise steigender Tendenz zu beobachten.
Lockergesteins-Grundwasserleiter, die an Flüsse mit Einzugsgebiet in den Alpen gebunden sind (nivo-glaziales Grundwasserregime), erreichen ihren Grundwassertiefststand generell im April und ihren Höchststand infolge der Schnee- und Gletscherschmelze im Juni und Juli. Anfang Mai 2013 sind in diesen Gebieten saisonal bedingt normale Grundwasserstände mit unterschiedlicher Tendenz zu beobachten.
Lockergesteins-Grundwasserleiter, die an Flüsse mit Einzugsgebiet auf der Alpensüdseite gebunden sind (pluvio-nivales Grundwasserregime), erreichen den Grundwassertiefststand im Allgemeinen im Februar und März und zwei Höchststände im Mai/Juni sowie im Oktober. Anfang Mai 2013 sind hier saisonal bedingt sinkende Grundwasserstände im Normalbereich zu beobachten.
Lockergesteins-Grundwasserleiter ohne Flussanbindung mit geringem Flurabstand reagieren im Allgemeinen rasch auf sich verändernde Witterungsverhältnisse. Anfang Mai 2013 sind hier normale Grundwasserstände mit sinkender Tendenz zu beobachten.
Lockergesteins-Grundwasserleiter ohne Flussanbindung und mit hohem Flurabstand reagieren langsam und zeitlich verzögert. In solchen Grundwasserleitern sind infolge der überdurchschnittlichen Niederschläge im Herbst 2012 derzeit normale bis hohe Grundwasserstände mit steigender bis stagnierender Tendenz zu beobachten.
Kluft-Grundwasserleiter reagieren im Allgemeinen eher langsam auf sich verändernde Niederschlagsverhältnisse. Anfang Mai 2013 sind hier normale bis hohe Quellschüttungen mit unterschiedlicher Tendenz zu beobachten.
Karst-Grundwasserleiter zeichnen sich durch eine rasche Infiltration und einen schnellen unterirdischen Grundwasserfluss aus; sie reagieren deshalb kurzfristig auf Niederschlagsereignisse. Schüttungsschwankungen der Karstquellen hängen von der Niederschlags- und Schneeschmelzsituation der zurückliegenden Tage ab.
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