Bundesamt für Umwelt BAFU

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Markierversuche: Zahlen und Karten

Seit der Inbetriebnahme von INFO-TRACER im Jahre 1984 hat die Anzahl der jährlich gemeldeten Markierversuche von rund 100 Versuchen im ersten Jahr bis zu rund 500 Versuchen im Jahre 1990 deutlich zugenommen. Danach hat sich diese Tendenz bis 1998 umgekehrt, um dann wieder bis heute anzusteigen.
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 Häufigkeit der verwendeten Tracer
Häufigkeit der verwendeten Tracer (1984-2003)
Uranin, auch Fluorescein genannt, ist der am häufigsten verwendete Markierstoff. Er allein macht mehr als 40% (41.5%) der seit 1984 gemeldeten Markierversuche aus. Dies erstaunt nicht, denn Uranin bietet sich durch seine sehr hohe Nachweisempfindlichkeit, durch die geringe Sorptionsneigung und den relativ niedrigen Preis geradezu für Markierversuche an. Danach folgen Naphthionat (15.3%), Eosin (13.8%) und andere Produkte, die nur einige wenige Prozent der gemeldeten Tracereingaben ausmachen.
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 Karte mit allen seit 1984 gemeldeten Markierversuchen
Karte mit allen seit 1984 gemeldeten Markierversuchen
Seit Aufnahme des Betriebs von INFO-TRACER wurden schon mehr als 5550 Markierversuche im Grundwasser in der Schweiz archiviert. In dieser Übersichtskarte sind ebenfalls die Haupteinzugsgebiete und das hydrographische Gewässernetz dargestellt.
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 Karte mit den im Jahre 2003 gemeldeten Markierversuchen
Karte mit den im Jahre 2003 gemeldeten Markierversuchen
Im Verlauf des Jahres 2003 wurden bei INFO-TRACER mehr als 300 Markierversuche im Grundwasser gemeldet. Die Abbildung zeigt ihre Verteilung auf die dominierenden Grundwasserleitertypen, basierend auf der hydrogeologischen Übersichtskarte der Schweiz.
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 Markierversuche und dominierende Grundwasserleitertypen
Markierversuche und dominierende Grundwasserleitertypen
In folgenden Aquifertypen der Schweiz wurden zwischen 1984 und 2003 bei INFO-TRACER Markierversuche gemeldet:

49%: Undifferenziertes Subtratum; quartäre Bedeckung vernachlässigt
32%: Karst
19%: Schotter in Flusstälern

Die prozentualen Anteile für die Tracereingabeorte in Gebieten mit Karstgrundwasserleitern und mit Talschottern sind mehr oder weniger repräsentativ. Rund ein Drittel aller gemeldeten Markierversuche findet in verkarstungsfähigen Gesteinen statt und zusammen mit den Versuchen in den Talschottern entsprechen sie rund der Hälfte aller gemeldeten Versuche.

Die Markierversuche, die in der Karte auf die dominierenden Aquifertypen Kluftgrundwasser, Poren-/z.T. Kluftgrundwasser und Kluft-/z.T. Porengrundwasser fallen, werden hier zusammengefasst, weil die quartäre Überdeckung der dominierenden Grundwasserleitern in dieser Übersichtskarte nicht berücksichtigt ist und weil gerade in diesen quartären Ablagerungen die Markierversuche meistens stattfinden.
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 Markierversuch: Blockdiagramm mit konkretem Beispiel
Markierversuch: Blockdiagramm mit konkretem Beispiel
Bei hydrogeologischen Verhältnissen wie zum Beispiel im Einzugsgebiet der Schlichenden-Brünnen Quelle (Muotatal / SZ) stellt ein Markierversuch oft die einzige Möglichkeit dar, um eine hydraulische Verbindung zwischen zwei Punkten festzustellen. Dieses Gebiet umfasst unter anderem eines der grössten Höhlensysteme Europas.

Zu Beginn eines Markierversuchs sind einzig die Eingabepunkte (rote Punkte am Anfang der roten Pfeile) und die Beprobungspunkte (zum Beispiel die blau markierten Quellen am Ende der roten Pfeile) bekannt. Die Auswertung der Tracerankunftszeit und der Tracerdurchgangskurve liefern erst die für die Bestimmung der Grundwasser-Fliessverhältnisse notwendigen Informationen.

Die Markierversuche erlauben ebenfalls, die Begrenzung des hydrogeologischen Einzugsgebietes einer Quelle (weisse Linie) zu bestimmen. Diese Begrenzung entspricht nicht unbedingt derjenigen des topographischen Einzugsgebietes (gestrichelte weisse Linie), vor allem nicht in verkarstungsfähigen Gesteinen. Das Einzugsgebiet der Schlichenden-Brünnen Quelle umfasst eine Fläche von rund 32 km2; weitere Quellaustritte sind mit diesem Einzugsgebiet verbunden, die aber praktisch nur bei Hochwasserverhältnissen Wasser führen. Dies sind vor allem kleine Überlaufquellen im SE oberhalb der Hauptquelle.

Kontakt: tracer@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 17.08.2009

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