Bundesamt für Umwelt BAFU

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Hintergründe zu den Abfluss- und Wasserstandsvorhersagen

Wozu braucht es Vorhersagen und wie werden sie erstellt? Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Wasserstands- und Abflussvorhersagen.

In welcher Form und wann werden die Vorhersagebulletins veröffentlicht?

Die Bulletins mit den Wasserstands- und Abflussvorhersagen präsentieren die in den vergangenen Stunden gemessenen Daten und die voraussichtliche Entwicklung von Wasserstand und Abfluss in tabellarischer und grafischer Form.

Die Informationen werden als Stundenmittel für jeweils drei Kalendertage dargestellt. Die Vorhersagen werden in der Regel an allen Werktagen um etwa 8.30 Uhr verbreitet. Bei einer gemessenen oder vorhergesagten Überschreitung von definierten Abfluss-Schwellenwerten wird das Vorhersageintervall verkürzt. In einer ersten Phase werden zweimal täglich Vorhersagen (auch an Wochenenden und Feiertagen) erstellt, sobald das neueste Wettermodell von MeteoSchweiz vorliegt (um ca. 6.00 UTC und 18.00 UTC). Bei einem extremen Hochwasserereignis wird die Vorhersage im 2-Stunden-Rhythmus aktualisiert.

Wie werden Abfluss- und Wasserstandsvorhersagen erstellt?

  1. Das Vorhersagezentrum des BAFU sammelt alle für die Prognose nötigen Daten: gemessene Niederschläge und Temperaturen der SwissMetNet-Stationen von MeteoSchweiz, die Daten der numerischen Wettervorhersagemodelle (ebenfalls von MeteoSchweiz) sowie die gemessenen Wasserstände der Seen und die Abflüsse der Fliessgewässer, an denen das BAFU Messstationen betreibt. Hinzu kommen als qualitative Hilfe die Daten der Niederschlagsradars.
  2. Diese Rohdaten müssen auf Lücken und unrealistische Werte (Ausreisser) überprüft werden. Allfällige Fehler werden manuell korrigiert.
  3. Anschliessend wird entschieden, ob die Seeausflüsse der eingebauten Regulierschemata übernommen werden können oder ob - besonders bei Hochwasser - die voraussichtlichen Seeausflüsse manuell eingegeben werden müssen.
  4. Schliesslich müssen die meteorologischen Daten, die als Punktwerte für die einzelnen Niederschlagsmessstationen vorliegen, auf die Fläche des gesamten Einzugsgebiets extrapoliert werden.
  5. Sind alle diese vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen, werden anhand des hydrologischen Modells die Wasserstands- und Abflussvorhersagen berechnet.
  6. Die Resultate der Berechnungen werden im Internet veröffentlicht.
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 Wie entsteht ein Vorhersagebulletin?

Kontakt: abflussvorhersage@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 11.01.2013

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