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Klimawandel: Folgen für die Schweiz

Das Klima wird sich in der Schweiz in Zukunft weiter verändern. Die klimatischen Veränderungen wirken sich auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Für die Abschätzung des aktuellen Klimaverlaufs ist mit den qualitativ hochwertigen und langen Klimamessreihen in der Schweiz, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, eine einzigartige Grundlage vorhanden. Diese Daten bilden die Basis, um relevante Klimaindikatoren zu berechnen.

Der beobachtete Schweizer Klimaverlauf

Analysen zeigen:

  • Die Erwärmung in der Schweiz ist eindeutig nachweisbar und beträgt von Beginn der Industrialisierung (1864) bis 2010 ca. 1,7 °C. Während desselben Zeitraums haben die globalen Temperaturen um ca. 0,7 °C zugenommen.
  • Beim mittleren Niederschlag sind aufgrund der grossen jährlichen Schwankungen bisher kaum Veränderungen feststellbar.
  • Insbesondere im Mittelland zeigt sich eine Tendenz zu mehr Sommer- und Hitzetagen.
  • Die Anzahl Frosttage hat seit den 1960er-Jahren deutlich abgenommen.
  • Die Nullgradgrenze im Winter ist seit den 1960er-Jahren um ca. 300 m gestiegen.

Der zukünftige Klimaverlauf gemäss neuen Klimaszenarien CH2011

Aufgrund der CH2011-Klimaszenarien sind bis Ende des 21. Jahrhunderts folgende Veränderungen gegenüber den Durchschnittswerten der Periode 1980-2009 zu erwarten:

  • Temperatur: Die Mitteltemperaturen werden sehr wahrscheinlich in allen Regionen und Jahreszeiten ansteigen. Ohne globale Klimaschutzmassnahmen ist in der Schweiz eine Erwärmung um 2,7 °C bis 4,8 °C zu erwarten. Mit Interventionsmassnahmen würde sich das Schweizer Klima immer noch erwärmen, jedoch deutlich geringer um 1,2 °C bis 1,8 °C.
  • Niederschlag: In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dürften die mittleren Niederschlagsmengen im Sommer wahrscheinlich überall in der Schweiz abnehmen (-18 bis -28 %), Winterniederschläge in der Südschweiz wahrscheinlich zunehmen. Gemäss Modellaussagen können Niederschläge in anderen Regionen und Jahreszeiten zu- oder abnehmen.

Damit ist auch eine Änderung im Charakter von Extremereignissen zu erwarten:

  • Es ist von häufigeren, intensiveren und länger anhaltenden Wärmeperioden und Hitzewellen im Sommer auszugehen, während die Zahl der kalten Wintertage und -nächte vermutlich abnehmen wird.
  • Projektionen der Häufigkeit und Intensität von Niederschlagsereignissen sind mit grösseren Unsicherheiten behaftet, markante Änderungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. 
  • Für Hagel und Stürme sind vorerst keine gesicherten Aussagen möglich. 

Auswirkungen des Klimawandels auf die Schweiz

Der Klimawandel wirkt sich auch in der Schweiz auf die natürlichen Systeme und sozioökonomischen Bereiche aus.


Kontakt: climate@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 07.03.2013

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