Bundesamt für Umwelt BAFU

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Naturschutz

Thema Naturschutz und Landschaftsschutz

Das BAFU sorgt als Fachstelle des Bundes zusammen mit seinen Partnern dafür, dass Natur und Landschaft als Ganzes in ihrer Vielfalt und in Harmonie mit dem Menschen erhalten bleiben und gefördert werden. Das BAFU ist das federführende Amt in den Bereichen Artenschutz, Biodiversität, Landschaftsschutz und Lebensräume (Biotope). Es verbindet dabei die Interessen von Schutz und Nutzung der Arten und ihrer Lebensräume.

Mit Natur- und Landschaftsschutz wird eine umfassende Aufgabe bezeichnet. Sie umfasst alle Bestrebungen, welche die natürlichen und kulturellen Güter einer Landschaft erhalten, fördern oder entwickeln wollen und die Nutzung durch den Menschen auf diese Zielsetzung ausrichten. Ursprünglich bedeutete der Begriff "Schutz" Abwehr schädlicher Einflüsse. Heute umfasst er vielmehr auch Massnahmen für eine natur- und landschaftsverträgliche Entwicklung.

Informationen zu Naturschutz, Landschaftsschutz und ...


1 Pflanzen und Tiere

Damit Pflanzen und Tiere nicht weiter aussterben, müssen ihre Lebensräume geschützt und diese wiederum vernetzt werden. Der Schutz von Pflanzen- und Tierarten zählt zu den traditionellen Aufgaben des Naturschutzes. Da ein Grossteil Arten an einen Lebensraum gebunden ist, wird der Artenschutz heute durch den Lebensraumschutz ergänzt.

Thema Biodiversität - Biodiversität, die biologische Vielfalt, wird definiert als genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Lebensraumvielfalt. Das Übereinkommen von Rio verlangt unter anderem, dass die Biodiversität untersucht und überwacht werden soll.
Biodiversitätsmonitoring - Die Artenvielfalt wird untersucht und beobachtet mithilfe des Biodiversitätsmonitorings BDM.
Rote Listen - Pro Tag verschwinden weltweit 70 Arten. Der Artenschutz wirkt diesem Verlust entgegen. Spezielle Massnahmen werden für den Schutz von Pilzen, Moosen und Flechten aufgestellt.
Thema Jagd und Fischerei - Für einige Pflanzen- und Tierarten, wie Auerhuhn, Steinbock oder bedrohte Vogelarten, gibt es in der Schweiz spezielle Artenförderungsprogramme. Zu den bedrohten Tierarten in der Schweiz gehören unter anderem Fische.
Invasive Arten - Invasive gebietsfremde Organismen, die sich auf Kosten einheimischer Pflanzen und Tiere ausbreiten, stellen eine grosse Bedrohung dar, weil sie vielfältige ökologische Schäden verursachen. Überwacht werden sie mithilfe der Schwarzen Liste.

2 Schutzgebiete und Reservate

Eines der wichtigsten Instrumente des Naturschutzes ist der Flächenschutz. Zu den Aufgaben und Zielen der Schutzgebiete gehört u.a. der Schutz der biologischen Vielfalt, der Natur- und Kulturlandschaften und abiotischer Ressourcen. In der Schweiz kommen verschiedene Kategorien von Schutzgebieten vor.
Inventare - Das Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG) verlangt vom Bund die Erstellung von Inventaren mit Objekten von nationaler Bedeutung. Übersicht über die bestehenden Bundesinventare.
Thema Schutzgebiete und Biotopinventare - Auf Bundesebene existieren einige Biotopinventare, zum Beispiel zu Auen, Mooren, Trockenwiesen und Amphibienlaichgebieten. Für diese legt der Bund Schutzziele und -massnahmen fest.

3 Pärke und BLN-Gebiete

Thema Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) - Im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung BLN sind diejenigen Objekte aufgelistet, die eine Erhaltung bzw. die grösstmögliche Schonung verdienen. Für Bundesstellen ist dies verbindlich.
Thema Pärke von nationaler Bedeutung - Pärke von nationaler Bedeutung helfen, aussergewöhnliche natürliche Lebensräume oder Landschaften von besonderer Schönheit zu schützen und aufzuwerten. Gleichzeitig begünstigen die Pärke die wirtschaftliche Entwicklung einer Region.

4 Ökologische Vernetzung und Naturschutz ausserhalb von Schutzgebieten

Nationales ökologisches Netzwerk REN - Das "Nationale ökologische Netzwerk" REN zeigt anhand von Plänen, wo die zentralen Lebensräume für Pflanzen und Tiere in der Schweiz liegen und welche Vernetzungsachsen dazwischen besonders wichtig sind.
Ökologischer Ausgleich - Der ökologische Ausgleich sorgt dafür, dass die einheimische Artenvielfalt gefördert und erhalten wird. Dies wird mittels Ausgleichsmassnahmen erreicht, insbesondere der Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen.
Wildtierkorridore - Wildtierkorridore sind gewissermassen Flaschenhälse, welche den Wildtieren für ihre Raumnutzung und Ausbreitung in unserer dicht besiedelten Landschaft übrig geblieben sind.
Siedlungsökologie und Stadtlandschaft - Auch in Siedlungsgebieten können seltene Pflanzen- oder Tierarten vorkommen bzw. mit verschiedenen Mitteln ihr Lebensraum aufgewertet werden.
Wasser in der Landschaft - Die Gewässer bieten vielen Pflanzen und Tieren wertvollen Lebensraum und sind ein wichtiges Element in der Landschaft.
Gewässerstrecken von nationaler Bedeutung - Die Gewässerstrecken von nationaler Bedeutung zeigen, wo für den fischereilichen Artenschutz besondere Anstrengungen für die Lebensraumerhaltung notwendig sind.
Umgang mit Naturgefahren - Massnahmen für den Naturschutz können gleichzeitig auch Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren sein, beispielsweise bieten revitalisierte Gewässer einen besseren Hochwasserschutz.

Kontakt: info@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 08.01.2010

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