Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser, wie Firefox 3 oder Internet Explorer 7
Beginn Inhaltsbereich
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ist zuständig für die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser, Luft und Wald. Es ist verantwortlich für den Schutz vor Naturgefahren, es schützt die Umwelt und die Gesundheit der Menschen vor übermässigen Belastungen, sorgt für die Erhaltung der Biodiversität und ist zuständig für die internationale Umweltpolitik.
Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt. Sie sind häufig bereits übernutzt, und die Nutzung nimmt weiter zu. Die Umweltpolitik der Schweiz hat den Auftrag, mit geeigneten Massnahmen dafür zu sorgen, dass die natürlichen Ressourcen langfristig erhalten bleiben und auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen.
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) leistet seinen Beitrag in vier zentralen Bereichen: Das BAFU ist auf nationaler Ebene für den Schutz der Menschen vor Naturgefahren verantwortlich. Es bewahrt die Umwelt und die Gesundheit der Menschen vor übermässigen Belastungen durch Schadstoffe, schädliche Organismen und Lärm. Es sorgt für die Erhaltung und die Förderung der Biodiversität und der landschaftlichen Vielfalt. Und es ist auch für die internationale Umweltpolitik der Schweiz zuständig.
Der weltweite Temperaturanstieg bedroht Gesellschaft und Wirtschaft und erfordert entschlossenes Handeln. Die Schweiz hat sich vorgenommen, die Emissionen von Treibhausgasen zu vermindern: 20 Prozent gegenüber 1990 bis ins Jahr 2020 beziehungsweise 30 Prozent, falls andere Staaten mitziehen. Aus der CO2-Lenkungsabgabe werden jährlich 200 Millionen Franken für Gebäudesanierungen eingesetzt, rund 400 Millionen fliessen an Bevölkerung und Wirtschaft zurück. International setzt sich die Schweiz für den Anschluss an das europäische Emissions-handelssystem und für eine verursachergerechte Finanzierung von Anpassungsmassnahmen in den Entwicklungsländern ein.
Die Umwelt soll dank effizienter Technologien, Prozesse und Produkte entlastet werden, bei gleichzeitiger Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Im Auftrag des Bundesrates bereitet das BAFU die Grundlagen vor, um die Schweizer Wirtschaft ressourcenschonender zu gestalten. Dazu gehört die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen, insbesondere in der Cleantech-Branche.
Zudem will das BAFU standardisierte, international abgestimmte Beurteilungsgrundlagen für den Verbrauch natürlicher Ressourcen und für die Umweltwirkung von Produkten und Dienstleistungen bereitstellen und so die Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten erhöhen.
Boden ist die knappste nicht erneuerbare Ressource der Schweiz. Wegen seiner zahlreichen wirtschaftlichen und ökologischen Funktionen ist er für die Menschen von grundlegender Bedeutung. Boden liefert Nahrung, Biomasse und Erdwärme, er speichert und reinigt das Wasser und ist fundamental für die Biodiversität. Der gewachsene Boden ist aber auch ein Archiv der Natur- und Kulturgeschichte und dient als sicherer Grund für Gebäude und Verkehrswege. Das BAFU setzt sich für die Erhaltung dieser Funktionen ein, damit in der Schweiz langfristig für alle erforderlichen Nutzungen genügend Boden vorhanden ist.
Die absolute Sicherheit vor Naturgefahren gibt es nicht. Deshalb spielt hier die Prävention eine wichtige Rolle. Eine den Natur-gefahren angepasste Nutzung ist am wirksamsten und erfolgt mit den Mitteln der Raumplanung. Wo dies allein nicht möglich ist, braucht es zusätzlich bauliche oder organisatorische Massnahmen, um Gefahren abzuwenden oder Schäden zu begrenzen. Die Sicherheitsinfrastrukturen müssen auf lange Sicht erhalten und wo nötig angepasst werden. Deshalb kommt der langfristigen Sicherung ihrer Finanzierung eine zentrale Bedeutung zu.
Die Biodiversität - verstanden als natürliche Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme - ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage. Ihre Leistungen sind bedeutend: fruchtbarer Boden, wirksame Medikamente, CO2-Speicherung, Schutz vor Erdrutschen oder die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen durch Insekten zählen dazu. Die Schweiz hat sich international verpflichtet, Massnahmen umzusetzen, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen. Im Auftrag von Bundesrat und Parlament arbeitet das BAFU an einer Strategie, um eine reichhaltige und gegenüber Verände-rungen reaktionsfähige Biodiversität mitsamt ihren Leistungen langfristig zu bewahren.
In der Verfassung sowie in 10 Gesetzen und 52 Verordnungen sind die Grundlagen der schweizerischen Umweltpolitik festgelegt, die das BAFU als zuständiges Kompetenzzentrum des Bundes umsetzt. Das Amt, das auch ministerielle Funktionen hat, nimmt die vier folgenden Hauptaufgaben wahr:
Die Umweltbeobachtung beschafft Zahlen und Fakten über den Zustand und die Veränderungen der Umwelt, damit Umwelt-probleme frühzeitig erkannt werden.
Im Auftrag von Bundesrat und Parlament bereitet das BAFU die rechtlichen Grundlagen vor, damit natürliche Ressourcen langfristig erhalten bleiben und sich nachhaltig nutzen lassen.
Das BAFU begleitet Kantone und weitere Vollzugspartner bei der Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen, beispielsweise mit Vollzugshilfen, ökonomischen Anreizsystemen und freiwilligen Massnahmen, mit Beratung bei Schutzvorhaben und mit der Abgeltung von ökologischen Leistungen.
Das BAFU ist für die internationale Umweltpolitik der Schweiz zuständig. Die Schweiz engagiert sich für eine kohärente, umfassende und effiziente Umweltpolitik. Thematische Schwerpunkte sind Klima, Biodiversität, Chemikalien und Abfall, Wald sowie Wasser.
Dem BAFU stehen 2013 zur Erfüllung seiner Aufgaben rund 455 Stellen zur Verfügung. Es verwaltet ein Budget von rund 1,2 Milliarden Franken. Dies entspricht etwa 1,9 Prozent des Budgets der Eidgenossenschaft. Rund 89 % dieser Mittel werden für Subventionen und die Rückverteilung von Lenkungsabgaben (CO2 und VOC) verwendet. 11 Prozent werden für Personalausgaben sowie Sach- und Betriebsausgaben aufgewendet.
Das BAFU ist ein Amt des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).
1971: Gründung des Bundesamtes für Umweltschutz (BUS), in einer Zeit als man sich der Umweltproblematik erst bewusst wurde.
1989: Fusion des BUS mit dem Bundesamt für Forstwesen und Landschaftsschutz (BFL) zum Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL).
2006: Fusion des BUWAL mit grossen Teilen des Bundesamtes für Wasser und Geologie (BWG) zum heutigen Bundesamt für Umwelt (BAFU).
Seit 1997 befindet sich das BAFU in Ittigen bei Bern an der Papiermühlestrasse 172 und der Worblentalstrasse 68. Vor dem Hauptgebäude P172 steht das Kunstwerk „Naturkonserven", welches der Architekt Andrea Roost und der Grünplaner Ernst Samuel Eigenheer kreiert haben. Die übergrossen Konservendosen, aus denen einheimische Wildpflanzen spriessen, sind als Denkanstoss gedacht zum Spannungsfeld „Naturersatz-Ersatznatur".
Hochauflösende Bilder des BAFU-Hauptgebäudes
Ende Inhaltsbereich