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Trockenwiesen und -weiden sind von landwirtschaftlicher Nutzung geprägte, artenreiche Lebensräume. Die Ausprägungen dieser Lebensräume sind aufgrund unterschiedlicher naturräumlicher und kulturhistorischer Verhältnisse äusserst vielfältig. Der Bund hat die wertvollsten Flächen in einem Inventar bezeichnet.
Unterhalb der Waldgrenze verdankt das Grünland seine Existenz zum grössten Teil der Tätigkeit des Menschen. Seit Jahrtausenden hat der Mensch Wiesen und Weiden landwirtschaftlich genutzt und dabei eine enorme Vielfalt hervorgebracht.
In Trockenwiesen und -weiden lebt eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Trockene Wiesen und Weiden sind magere Standorte. Die Erträge sind vergleichsweise gering und erlauben nur eine extensive Bewirtschaftung.
Da sich die traditionelle Bewirtschaftung von Trockenwiesen und -weiden heute nicht mehr überall lohnt, geht der Bestand an Trockenwiesen in der Schweiz drastisch zurück: In den vergangenen 60 Jahren sind rund 90 % der Trockenwiesen und -weiden in der Schweiz verschwunden. Die Hauptgründe für diesen massiven Rückgang in der Schweiz sind:
Um dem Rückgang der Trockenwiesen und -weiden entgegenzuwirken, hat das BAFU ein Inventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung erstellt. Am 13. Januar 2010 hat der Bundesrat die Verordnung verabschiedet, welche die Umsetzung des Bundesinventars der Trockenwiesen und -weiden regelt. Sie ist am 1. Februar 2010 in Kraft getreten.
Das vom UVEK ausgearbeitete Inventar zählt rund 3000 Objekte, die gesamthaft einem Anteil von 0,5% der Landesfläche entsprechen.
Für den Vollzug der Schutzmassnahmen sind die Kantone zuständig. Sie haben auch die Möglichkeit, Vorranggebiete zu definieren.
Diese Vorranggebiete sind ein Verbund einzelner Objekte, und stellen die Erhaltung von offenen Flächen sicher, die für die typischen Arten von Trockenwiesen und -weiden unverzichtbar sind. Die Schutzmassnahmen und die Auflagen für die Bewirtschaftung der einzelnen Objekte werden für jedes Vorranggebiet als Ganzes festgelegt.
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