Bundesamt für Umwelt BAFU

Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser, wie Firefox 3 oder Internet Explorer 7

Beginn Sprachwahl



Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Sport in der Natur

Immer mehr Menschen in der Schweiz treiben regelmässig Sport. Outdoor-Sportarten wie Radfahren, Wandern, Walking, Schwimmen, Skifahren und Jogging zählen dabei zu den beliebtesten Aktivitäten. Dadurch nimmt der Druck auf Natur und Landschaft weiter zu. Wissen und Respekt gegenüber der Natur bildet die Basis für eine umweltverträgliche Sportausübung.


1. Sportverhalten der Schweizer Bevölkerung

Gemäss der Studie „Sport Schweiz 2008" gehen immer mehr Menschen einer sportlichen Aktivität nach. Dieselbe Studie kommt zum Schluss, dass Sport in der Schweiz häufig in der freien Natur und ausserhalb formeller organisatorischer Strukturen betrieben wird. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Sporttreibenden über die Wechselwirkung zwischen Sport und Umwelt zu informieren und umweltverträgliche Formen der Sportausübung zu fördern. Das respektvolle Verhalten gegenüber der Natur ist im 5. Prinzip der Ethik-Charta des Schweizer Sports festgehalten.


2. Auswirkungen auf Natur und Landschaft

Sportaktivitäten, Sportveranstaltungen und Sportanlagen üben vielfältige Wirkungen auf die Umwelt aus:

  • Natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden, Luft und Biodiversität werden belastet.
  • Das Landschaftsbild wird durch Bauten und Anlagen beeinträchtigt. 
  • Wildtiere werden gestört, Pflanzen beschädigt.
  • Der Nutzungsdruck auf vormals kaum berührte Gebiete (Schluchten, Felswände, Flussoberläufe) wird durch neue Sportarten erhöht.
  • Motorisierte Sportarten, Kleinaviatik und Sportveranstaltungen verursachen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, Lärm und Abgase
  • Der Natursport bietet gute Möglichkeiten, Arten und ihre natürlichen Lebensräume kennen zu lernen und sie Wert zu schätzen.

3. Herausforderungen

Sportmobilität: Im Sport und Tourismus verursacht der Verkehr den grössten Teil des Ressourcenverbrauchs, wobei sowohl die An- und Abreise als auch die motorisierten Aktivitäten wie z. B. die Kleinaviatik zu berücksichtigen sind. Der sportbedingte Verkehr verursacht mit 20 Milliarden Personenkilometern pro Jahr rund 20% des gesamten Personenverkehrs in der Schweiz.

Sportanlagen: Bei Sportanlagen für den Hallensport und Anlagen für den natur- und landschaftsorientierten Sport sind die Standortwahl, die Anlageplanung (inklusive Wahl umweltgerechter Baumaterialien) und der umweltfreundliche, energiesparende Betrieb relevant. Aus Sicht des Immissionsschutzes gilt den besucherintensiven Einrichtungen ein besonderes Augenmerk. Darüber hinaus sind aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes die Inanspruchnahme bisher wenig berührter Gebiete sowie die indirekten räumlichen Folgen einer neuen Infrastruktur für die Gesamtbeurteilung von zentraler Bedeutung.

Sportartikel und Produkte: Ein bisher in der Sport-Umwelt-Diskussion wenig thematisierter Aspekt ist die Entwicklung, Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Produkten für den Sport. Insgesamt gilt es, den Einsatz an natürlichen Ressourcen so zu optimieren, dass sie geschont werden und ihre Regenerationsfähigkeit erhalten bleibt.

Sportaktivitäten in geschützten oder sensiblen Gebieten: Konflikte bestehen in  Landschaften und Lebensräumen, die sich einerseits durch eine besondere Attraktivität für die Sport- und Erholungsnutzung und andererseits durch eine besondere Empfindlichkeit und Schutzwürdigkeit der Naturwerte auszeichnen. Die potenziell konfliktträchtigen Gebiete weisen mindestens eines der folgenden Merkmale auf:

  • hoher Grad von Naturnähe und Empfindlichkeit
  • Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten (Arten der Roten Liste)
  • hohe Dichte ökologischer Nischen
  • Seltenheit und Repräsentanz für einen Landschafts- bzw. Biotoptyp
  • hohe Schutzfunktion für bestimmte ökologische Potenziale wie Pufferzone, Trinkwasserschutzgebiet oder Schutzwald.

4. Informationen zu einzelnen Natursportarten


Fachkontakt: infonl@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 28.08.2009

Ende Inhaltsbereich

Volltextsuche

Weitere Informationen

Willkommen in der Natur - BAFU-Magazin "Umwelt" Februar 2005
Natursportinfo (externer Link, neues Fenster)  - Seite des deutschen Bundesamtes für Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem BAFU
Ratgeber Freizeit und Natur (externer Link, neues Fenster)  - Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
 PDF

Artikel aus dem BAFU-Magazin "Umwelt" mit Schwerpunkt "Freizeit und Sport", Februar 2005.
03.08.2006 | 188 kb | PDF


Bundesamt für Umwelt BAFU
info@bafu.admin.ch | Rechtliche Grundlagen
http://www.bafu.admin.ch/sport_tourismus/06398/index.html?lang=de