Luftschadstoffe können Asthma, chronischen Husten, Bronchitis oder andere Erkrankungen der Atemwege sowie der Lunge hervorrufen. Im Extremfall kann die Luftverschmutzung vorzeitige Todesfälle verursachen.
Besonders betroffen von der Luftverschmutzung sind ältere Menschen, Kinder, Ungeborene oder Kranke. Kleinkinder sind anfällig für Infektionen der Luftwege, da ihr Immunsystem und die Lunge bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt sind. Bei Personen mit Asthma kann die verschmutzte Luft Anfälle verursachen. Entzündungen können gerade bei älteren Menschen die Abwehrkräfte schwächen. Belastet wird auch das Herzkreislaufsystem, da es den Sauerstoffmangel kompensieren muss. Die Folge können Herzrhythmusstörungen und Infarkte sein.
Trotz der zahlreichen Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in den letzten Jahren bleibt die Belastung ein Problem. Jährlich ist sie mitverantwortlich für den vorzeitigen Tod von 3000 bis 4000 Personen. Damit lassen sich etwa 6% aller Todesfälle mit der Luftverschmutzung in Verbindung bringen.
Die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung in der Schweiz wurden anhand des für die Gesundheitsschädigung massgebenden Leitschadstoffes PM10 in verschiedenen Studien genauer quantifiziert und monetarisiert. Diese Studien wurden von Epidemiologen, Lufthygienikern und Ökonomen gemeinsam durchgeführt.