Grundwasser ist unsere wichtigste Trinkwasserressource. Im Wald sind die Grundwasserschutzzonen weitgehend vor Schadstoffen wie z.B. Pestiziden aus Landwirtschaft und Siedlungsraum geschützt. Dies gilt allerdings nicht für Einträge von Stickstoff aufgrund der Luftverschmutzung: Im Wald wird über die Niederschläge jährlich 20-40 kg Stickstoff pro Hektar deponiert. Es gibt Hinweise, dass das Ökosystem Wald allmählich gesättigt ist, und mit dem Sickerwasser zunehmend Stickstoff ins Grundwasser gelangt. Zum Schutz des Trinkwassers vor Fremdstoffen und Krankheitskeimen müssen die Wasserversorgungen das engere Einzugsgebiet ihrer Quellen und Pumpwerke mit Schutzzonen absichern.
Der Anteil der Grundwasserschutzzonen - gemessen an der Fläche der Schweiz - beträgt rund 6.5 %, wobei die grossen Flächen vor allem im Jura und in den Alpen liegen. Obwohl der Waldanteil in der Schweiz bei 31% liegt, befinden sich 43 % aller Grundwasserschutzzonen im Wald. Somit ist der Anteil der Grundwasserschutzzonen innerhalb des Waldes fast doppelt so gross wie jener ausserhalb des Waldes: Grundwasserschutzzonen sind zum grossen Teil bereits ausgeschieden (das heisst bereits festgelegt), deshalb dürfte die Fläche der Grundwasserschutzzonen kaum zunehmen. Da der jetzige zufriedenstellende Zustand voraussichtlich erhalten werden kann, wird die Entwicklung als positiv bewertet.
Ein internationaler Vergleich ist direkt nicht möglich, weil im europäischen Raum der Waldflächenanteil zum Schutz von Boden und Wasser zusammen betrachtet werden. Für Zentraleuropa beträgt der Waldflächenanteil zum Schutz von Boden und Wasser 20.7%. Ein vergleichbarer Waldflächenanteil für die Schweiz würde sich aus der Summe der rund 40% Schutzwaldfläche sowie den rund 10% Grundwasserschutzzonen im Wald ergeben.
Verschnitt (Übereinanderlegen der beiden Karten und Bilden der Schnittmenge) von Waldareal aus Arealstatistik mit Grundwasserschutzzonen aus der Gewässerschutzkarte.