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Wie viel Holz kann der Schweizer Wald jährlich nachhaltig zur Verfügung stellen? Nachhaltige Holznutzung bedeutet, dass die Produktivität der Wälder erhalten bleibt und alle Waldfunktionen erfüllt werden. Das Projekt Holznutzungspotenzial im Schweizer Wald liefert nationale und regionale Angaben über das mittelfristige Nutzungspotenzial (30 Jahre) und über die langfristige Waldentwicklung (100 Jahre) im Schweizer Wald.
Basierend auf Daten des dritten Landesforstinventars (LFI3) wird zuerst das Gesamtnutzungspotenzial des Waldes berechnet. Dies geschieht mit Hilfe des Waldentwicklungsmodells Massimo3 der WSL in Form der vier Szenarien Basis, Zuwachs, Kyoto und grosse Nachfrage. Die Szenarien - keine Prognosen - bilden die möglichen Entwicklungen von Zuwachs, Abgängen und Vorrat im Schweizer Wald ab. Diese Angaben sind wichtig für die Nutzungspolitik der Waldbesitzer und der Forstdienste.
Mit dem „Zwiebelschalenmodell" für jedes Szenario wurde das nachhaltig verfügbare Holzpotenzial der nächsten 30 Jahre berechnet. Dabei werden jeweils - in Analogie zu Zwiebelschalen - jene Mengen abgezogen, die entweder nicht nutzbar oder wirtschaftlich nicht greifbar oder aus anderen Gründen nicht in den Verbrauch gelangen. Dazu wurde die Modellierung des Holzernteaufwandes vertieft betrachtet.
In der betrachteten Periode 2007 - 2036 weichen die Ergebnisse der Potenziale je nach gewähltem Szenario markant voneinander ab. Die errechneten Holznutzungspotenziale liegen zwischen 6.7 und 10.3 Mio. m3 pro Jahr. Danach, unter der Annahme, dass die Eingriffe für alle Szenarien einheitlich erfolgen, wird langfristig (100 Jahre) wieder eine Tendenz zur Annäherung der Szenarien festgestellt.
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