Magazin «umwelt» 1/2015 – Die Umwelt beobachten

Dossier «Umweltbeobachtung»

Porträt, Bruno Oberle

Beobachten, um zu handeln

Editorial von Bruno Oberle

René Longet und Felix Kienast

Wissenschaft und Politik im Dialog: «Um zu überzeugen, müssen wir Wissen und Emotionen zusammenbringen»

Wortgeschichtlich hängt «Statistik» mit «Staat» zusammen. Das deutet darauf hin, dass zeitgemässe Staatsführung ohne Daten nicht denkbar ist. umwelt unterhielt sich mit zwei Fachleuten, die - zum einen als Produzent und zum anderen als Nutzer von Umweltdaten - das Wechselspiel zwischen wissenschaftlichen Kenngrössen und Politik beleuchten.

Wasserschläuche über Düsenplatte

Schadstoffbelastung: Positive Bilanz mit leichten Eintrübungen

Einst öffneten Messprogramme die Augen dafür, wie stark Schadstoffe und übermässiger Nährstoffeintrag die Luft, die Gewässer und die Böden belasten. Jetzt belegen langjährige Überwachungsprogramme, dass die Gegenmassnahmen zwar fruchten, aber weiterhin viel zu tun bleibt.

Citizen Science: Wenn alle Wissen schaffen - Augen auf!

Urbangene setzt auf die Unterstützung der Genfer Bevölkerung: Sie soll bei der Suche nach Tümpeln helfen, in denen Erdkröten zu finden sind. Die Studie befasst sich aber nicht nur mit dieser bedrohten Amphibie, sondern untersucht auch das Vorkommen eines kleinen Schmetterlings und einer krautigen Pflanze. So wollen die Forschenden mehr über die ökologischen und evolutiven Mechanismen erfahren, die zur Förderung der Biodiversität in einem Gebiet beitragen, das einer starken Siedlungsentwicklung unterworfen ist.

Logo EnviroSpaceLab

Internationaler Informationsaustausch: Umweltdaten für eine vernetzte Welt

GEO und GEOSS, UNEP und EUA, EIONET, UNECE und so fort: Das ist kein atemloser Rap, sondern eine Aufzählung von Institutionen, die auf internationaler Ebene einen einfachen Zugang zu verlässlichen Daten über das Ökosystem ermöglichen. Eine unverzichtbare Basis, um den Umweltproblemen, die auch vor Landesgrenzen nicht haltmachen, wirkungsvoll entgegenzutreten.

Sozialer Mehrwert dank Open Data: Kreativität in Fluss bringen

Das BAFU stellt der Öffentlichkeit immer mehr Umweltdaten zur freien Verfügung - ein «Aktivposten für die Kreativität»: Findige Köpfe nutzen die Daten etwa für Smartphone-Applikationen. Besonders beliebt sind die Wassertemperaturen und die Pegel von Flüssen.

Beweiskraft dank Quellenvielfalt: Unzweifelhaft belegter Klimawandel

Weltweit sollten die Temperaturen um höchstens zwei Grad ansteigen. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten Wissenschaft und Verwaltung mit Hochdruck. Als Grundlage dienen vielfältige und sorgfältig beurteilte Daten zu Klima und Umwelt.

Messnetze für die Umwelt

Schweizer Umweltmessnetze erfassen den Zustand aller natürlichen Ressourcen. Nach Themen gegliedert, zeigt diese Übersicht, seit wann das jeweilige Messsystem existiert, worauf es abzielt und wer die Daten erhebt. In Klammern angegeben sind Messbeginn, wenn möglich die Anzahl Messpunkte und der Erhebungsrhythmus sowie die für die Erhebung zuständigen Institutionen.

Satellitenbild vom Donaudelta

Neue Technologien für komplexe Fragen: Umweltbeobachtung auf Höhenflug

In den letzten Jahren haben die technischen Möglichkeiten der Umweltbeobachtung erheblich zugenommen. Trotzdem sind Spürsinn und Urteilskraft des Menschen nach wie vor gefragt, denn nicht alles lässt sich an die Technik delegieren. Und auch die Kosten setzen dem technischen Einsatz Grenzen.

Umweltbericht Schweiz 2015

Die neuen Umweltberichte: Mehr als nackte Zahlen

Im Jahr 2015 fungiert zum ersten Mal der Bundesrat als Herausgeber des Umweltberichts. Dies, weil er per Juni 2014 Änderungen im Schweizer Umweltschutzgesetz erlassen hat, die mit dem Beitritt zur Aarhus-Konvention verbunden sind. Damit stellt die Exekutive der Öffentlichkeit umfassende und breit abgestützte Informationen über den Zustand der Umwelt bereit.

Weitere Themen:

Ethischer Umgang mit Fischen: Fische sind kein Gemüse

11.02.2015 - Die Nachfrage nach Speisefisch nimmt weltweit zu. Dies erhöht den Druck auf die Fischbestände und führt zu einer Intensivierung der Fischzucht. Vor diesem Hintergrund ist die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich (EKAH) der Frage nach den ethischen Pflichten im Umgang mit Fischen nachgegangen.

IPCC Länder

Umweltwissenschaften: Die Forschung als Hebamme der Umweltpolitik

11.02.2015 - Wissenschaftliche Fachgremien mit internationaler Ausrichtung leisten wichtige Geburtshilfe bei der globalen Umweltpolitik. Die von ihnen zusammengetragenen Forschungsergebnisse bilden eine zentrale Voraussetzung für die breite Abstützung von umweltpolitischen Vorgaben. Die Schweiz profiliert sich dabei als eines der führenden Länder.

Bogenstaumauer Solis (GR)

Sanierungen des Geschiebehaushalts: Frische Kiesablagerungen schaffen neue Lebensräume

11.02.2015 - Hindernisse in Flüssen und Bächen - wie Staumauern oder Wehre - schränken den natürlichen Geschiebetransport ein. Dadurch fehlt im Unterlauf der Gewässer Kies und Sand auf der Sohle. Das revidierte Gewässerschutzgesetz soll den damit verbundenen Verlust an wichtigen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen nun wiedergutmachen. Erste Sanierungen zur Reaktivierung des Geschiebehaushalts sind erfolgreich angelaufen.

Fauna im Grundwasser

Mikroorganismen und Fauna im Grundwasser: Ökologische Vielfalt im Untergrund

11.02.2015 - Im Grundwasser leben unzählige Mikroben und auch allerlei Kleinsttiere. Für die Wasserqualität ist dies kein Nachteil - im Gegenteil: Die Lebewesen sorgen dafür, dass unsere wichtigste Trinkwasserressource rein bleibt. Zudem können sie mögliche Gefährdungen anzeigen. Neuere Studien des BAFU vermitteln Einblicke in den Untergrund.

Fischerboot

Welthandel und Umwelt: Innovationen fördern statt veraltete Strukturen belohnen

11.02.2015 - Umweltbotschafter Franz Perrez gibt der Schweiz die Note 5 für ihre Bemühungen um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umweltschutz und Handel. Als Chef der BAFU-Abteilung Internationales bedauert er, dass manche Wirtschaftsakteure an gewinnbringenden, aber umweltschädigenden Produktionsmethoden festhalten und sich deshalb gegen Innovationen wehren.

Steinkauz

Porträt: Der Steinkauz meldet sich zurück

11.02.2015 - Jahrhundertelang war der Steinkauz (Athene noctua) im Mittelland verbreitet und lebte als Nachbar des Menschen in Obstgärten, Scheunen und Ruinen. Die kleine Eulenart ist kaum grösser als eine Amsel. Sie lebt unauffällig und lässt sich schwer entdecken, denn ihr bräunliches Gefieder mit den hellen Flecken tarnt sie gut. Stechend gelbe Augen und weisse Augenbrauen verleihen dem Vogel ein charaktervolles Aussehen. Er ist in der Dämmerung und nachts aktiv. Dann jagt er Mäuse, Heuschrecken und Käfer.

Weiterführende Informationen

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Letzte Änderung 11.02.2015

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