Gärtnern ohne Torf: Umweltinnovation Klima- und Bodenschutz

© Sorba Absorber GmbH; R. Schürmann

Die Schweiz hat den Abbau von Torf 1987 gesetzlich verboten. Dennoch importiert sie jedes Jahr bis zu 150 000 Tonnen dieses Rohstoffs. Für die Gewinnung des Torfs werden Moore in anderen europäischen Ländern zerstört. Mit den Mooren geht ein wichtiger CO2-Speicher und der Lebensraum vieler hochspezialisierter Tier- und Pflanzenarten verloren. Auf den Tormport könnte dank einer Umweltinnovation schon bald weitgehend verzichtet werden. So wurde ein Verfahren entwickelt, das aus Maisstroh – einem Rückstand der Körnermaisernte – ein nachhaltiges Torfersatzprodukt macht. Das fermentierte und weiterbearbeitete Fasermaterial ist in Struktur und Eigenschaften dem Torf sehr ähnlich. Insbesondere das hohe Luft- und Wasserporenvolumen, die Strukturstabilität, der geringe Salzgehalt und die hygienischen Eigenschaften erfüllen die hohen Ansprüche sowohl von professionellen Gemüse- und Zierpanzenproduzenten und -produzentinnen als auch von Hobbygärtnerinnen und -gärtnern.

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Letzte Änderung 18.05.2016

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