Grossraubtiere

Die Rückkehr der Grossraubtiere in die Schweiz ist eine Herausforderung. Für Luchs, Wolf und Braunbär hat das BAFU zusammen mit betroffenen Akteuren Konzepte für das Management erstellt, die den Konflikten mit dem Menschen Rechnung tragen, Lösungswege aufzeigen und die Abgeltung von Schäden regeln.

Luchs, Wolf und Braunbär sind einheimische und geschützte Arten.

Die Präsenz von Grossraubtieren kann zu Konflikten führen, wenn Verluste an Haustieren oder Einbussen beim Jagdregal entstehen. Das BAFU hat deshalb Konzepte für den Umgang mit den drei Grossraubtieren erstellt.  Sie definieren Grundsätze zu

  • Schutz,
  • Fang,
  • Abschuss,
  • Schadensermittlung,
  • Schadensverhütung,
  • Entschädigung von Massnahmen zum Herdenschutz.

Solche Konzepte können zur Entschärfung von Konflikten beitragen und gleichzeitig den Schutz dieser Arten durch eine erhöhte Akzeptanz sichern.

Die Voraussetzungen für den Abschuss von Wölfen, die grosse Schäden verursachen oder zu wenig Scheu zeigen,  werden in der Jagdverordnung JSV detailliert geregelt. Alle andern Bestimmungen sind im Konzept Wolf von 2016 sowie in den periodisch an aktuelle Gegebenheiten angepassten Anhängen des Konzepts aufgeführt.

Herdenschutz

Bei der Umsetzung der Konzepte Luchs, Wolf und Bär spielt der Herdenschutz eine zentrale Rolle. Der Bund fördert und koordiniert die Massnahmen der Kantone zur Verhütung von Wildschaden, der durch Grossraubtiere an Nutztieren verursacht wird.

Wolf

Immer wieder wandern einzelne Wölfe in die Schweiz ein; 2012 bildete sich ein erstes Rudel. Die Schweiz betreibt keine aktive Förderung des Wolfes. Mit einem Wolfskonzept will das BAFU aber die Probleme minimieren, die mit der Anwesenheit von Wölfen entstehen können.

Bär

Braunbär

Seit 2005 wandern in regelmässigen Abständen Braunbären aus dem nahegelegenen italienischen Nationalpark Adamello Brenta (Trentino) in die Schweiz ein. Der Bund hat ein Konzept für das Management des Bären in der Schweiz erstellt und leistet Beiträge an Schäden.

Luchs

Seit 1971 gibt es in der Schweiz wieder Luchse. Im Luchskonzept Schweiz des BAFU sind Massnahmen festgehalten, wie ein Nebeneinander von Luchs und Nutztieren möglich ist.

Monitoring

Die Überwachung des Grossraubtierbestands erfolgt durch den Verein KORA, das Kompetenzzentrum für Grossraubtiere.

Internationale Zusammenarbeit

Grossraubtiere haben weiträumige Streifgebiete und bewegen sich regelmässig über Landesgrenzen hinweg. Die internationale Zusammenarbeit ist deshalb von grosser Bedeutung. Personen aus Forschung und Administration aus allen Alpenländern stehen miteinander in regelmässigem Kontakt und Austausch.

Weiterführende Informationen

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Letzte Änderung 19.01.2016

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