Tiergesundheit

Krankheiten können die Populationen von Wildtieren und Fischen empfindlich schwächen. Die Fachstellen für Tierkrankheiten auf Bundesebene sind das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI). Das BAFU unterstützt die Erforschung von Tierkrankheiten sowie deren Überwachung.

Wildtiergesundheit

In der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV) wird der Bund verpflichtet, Untersuchungen über Krankheiten wildlebender Tiere zu unterstützen (Art. 11, Abs. 3).

Das Programm WILDVET gewährleistet die Überwachung des Gesundheitszustandes der Wildtiere in der Schweiz. Dies beinhaltet die Diagnose der Todesursachen von aufgefundenen Todfunden und das Abklären der Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei problematischen Wildtierkrankheiten.

Zu schaffen machen den Wildtieren vor allem Räude, Schweinepest und Gämsblindheit. Diese drei Krankheiten können epidemieartig auftreten. Tuberkulose konnte bisher bei einheimischen Wildtieren nicht nachgewiesen werden. Es besteht aber ein Ansteckungsrisiko von Wildtier-Populationen in grenznahen Regionen.

Temporäre Pflege und Haltung von Igeln

Der Igel ist ein Wildtier, kein Heimtier. Da Igel in der Schweiz aber mehrheitlich in Siedlungsgebieten leben, fallen auch kranke oder verletzte Tiere auf. Diese Tiere können von fachkompetenten Personen temporär aufgenommen und gepflegt werden.

Die temporäre Haltung und Pflege von Igeln von fachkompetenten Personen (in sogenannte Igel-Notpflegestationen) muss gewisse Anforderungen erfüllen. Der Schutz des Europäischen Braunbrustigels (Erinaceus europaeus) ist in den Kantonen unterschiedlich geregelt, eine private Haltung ausserhalb einer Igel-Notpflegestation ist aber grundsätzlich nicht vorgesehen. Das einzige Ziel dieser Pflege soll darin bestehen, überlebensfähige Tiere wieder auszuwildern. Es soll nicht versucht werden, die aufgenommenen Igel an den Menschen zu gewöhnen. Der Aufenthalt der Igelpatienten in menschlichem Gewahrsam muss immer so kurz wie möglich sein. Der Igel muss jederzeit als Wildtier respektiert und darf unter keinen Umständen zu einem «Gartenhaustier» degradiert werden! Mehr Informationen sind bei den kantonalen Fachstellen für Naturschutz und bei den Veterinärämtern zu finden.

Fischgesundheit

Gesunde Fisch- und Krebspopulationen sind die Voraussetzung, dass die Bestände erhalten bleiben oder wachsen. Vor allem zwei Tierseuchen greifen die Gesundheit der Populationen an: die proliferative Nierenkrankheit (PKD) und die Krebspest.

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Letzte Änderung 11.04.2017

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