Biodiversität und Energie

Energieproduktion und Biodiversitätserhaltung müssen mit den Instrumenten der Raumplanung koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Mehrere Strategien und Vollzugshilfen des Bundes zur Nutzung erneuerbarer Energien tragen dazu bei, Zielkonflikte zu minimieren.

Klimaschutz und Atomausstieg führen zu einer vermehrten Energieerzeugung aus Sonne, Biomasse, Wind und Wasserkraft. Die Erzeugung dieser erneuerbaren Energien kann zu Konflikten mit der Erhaltung der Biodiversität führen durch die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Lebensräumen.

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 sollen vor allem Anlagen realisiert werden, die mit möglichst wenigen Eingriffen in die Natur einen möglichst grossen Nutzen für die Stromproduktion bringen.

Raumplanerische Instrumente

Empfehlungen und Konzepte des Bundes zur Nutzung erneuerbarer Energien tragen dazu bei, die Zielkonflikte zwischen der Energieproduktion und der Erhaltung der Biodiversität zu reduzieren:

Kleinwasserkraftwerke

Mit einer Vollzugshilfe bieten BAFU, BFE und ARE den Kantonen Hilfe an, wie sie mit den sich teilweise widersprechenden gesetzlichen Zielen für die Wasserkraft nach Energiegesetz und den Zielen für den Gewässerschutz sowie Arten-, Lebensraum- und Landschaftsschutz umgehen können. Die Vollzugshilfe zeigt auf, wo sinn- und massvolle Nutzungen möglich sind, und wo der Schutz Vorrang hat.

Windenergie

Die drei Bundesämter BAFU, BFE und ARE haben in ihrem «Konzept Windenergie Schweiz» festgehalten, dass sie einen geordneten Ausbau der Windenergie wollen. Um den Anliegen des Landschafts- und Umweltschutzes Rechnung zu tragen, haben BAFU, BFE und ARE eine Vollzugshilfe zur Planung von Windenergieanlagen erarbeitet.

Empfehlung zur Planung von Windenergieanlagen (PDF, 761 kB, 01.03.2010)Die Anwendung von Raumplanungsinstrumenten und Kriterien zur Standortwahl. BFE, BAFU, ARE.

Sanierung Freileitungen

Veraltete Freileitungsmasten sind eine häufige Todesursache für geschützte oder bedrohte, namentlich grosse Vogelarten. Eine Linienführung, welche bestimmte Lebensräume meidet, sowie der Einsatz von vogelsicheren Mastkonstruktionen verbessern die Situation für Vögel beträchtlich.


In der Verordnung über elektrische Leitungen (Leitungsverordnung LeV) werden entsprechende Massnahmen zum Vogelschutz verlangt.

Zusammen mit mehreren Partnern hat das BAFU Empfehlungen für die Gestaltung von Starkstromfreileitungen und deren Tragmasten erarbeitet.

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Letzte Änderung 30.06.2015

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