Auen

Zum Schutz und zur Aufwertung der verbliebenen Auen hat der Bund die Auenverordnung in Kraft gesetzt. Das BAFU unterstützt die Kantone bei der Umsetzung der Auenverordnung.

Seit 1850 sind 70 % der Auen zerstört worden.

Auf der Grundlage des Natur- und Heimatschutzgesetzes wurde 1992 das Bundesinventar der Auen von nationaler Bedeutung in Kraft gesetzt. Dieses bezweckt den Schutz und die Aufwertung der wertvollsten Auen der Schweiz.

In zwei Schritten wurde das Inventar vor allem mit Gebirgsauen ergänzt. Das Inventar umfasst 326 Objekte.

Von 2012 bis 2017 wurden in Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen die Auen von nationaler Bedeutung schweizweit revidiert. An seiner Sitzung vom 29. September 2017 hat der Bundesrat die Revision genehmigt. Sie trat am 1. November 2017 in Kraft.


Medienmitteilung vom


Die revidierten Objekte der Auen sind ab Ende November 2017 auf dem Web-GIS verfügbar.

Auenschutz

Die Auenverordnung von 1992 verpflichtet die Kantone,

  • die Auen von nationaler Bedeutung zu schützen,
  • die Pflanzen und Tiere der Auen zu erhalten und zu fördern,
  • die Dynamik der Auen zu erhalten bzw. wiederherzustellen
  • Nutzungen im Einklang mit den Schutzzielen zu regeln.

Es ist die Aufgabe der Kantone, dafür zu sorgen, dass Pläne und Vorschriften für die zulässige Nutzung des Gebietes der Verordnung entsprechen. Bestehende Nutzungen dürfen den Schutzzielen nicht zuwider laufen.

Für die Erhaltung der Artenvielfalt in der Schweiz ist der Schutz der Auen von grosser Bedeutung.

  • 10 % der einheimischen Tierarten sind auf Auen angewiesen;
  • 84 % aller heimischen Arten können in diesem Ökosystem vorkommen.

Entschädigungen

Für Grundeigentümer, Bewirtschafter und andere Nutzer besteht das Recht auf Abgeltung von Einkommenseinbussen, wenn sie in Zusammenhang mit der Erhaltung der Auen stehen (NHG, Art. 18c). Vergütet werden zudem ökologische Leistungen, die keinen Ertrag erbringen.

Revitalisierung

Der ökologische Zustand der heute geschützten Auen von nationaler Bedeutung genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht.

Viele Auen lassen sich langfristig nur dadurch erhalten, indem sie revitalisiert werden. Unter Revitalisierung versteht man die Wiederherstellung der dynamischen Prozesse des Wasser- und Sedimenthaushaltes (Erosion, Sedimentation, Überflutung).

Das BAFU hat die Auen-Objekte bezüglich ihres Sanierungs- und Revitalisierungsbedarfs einstufen lassen. Die Studie dient den Kantonen und im Speziellen den für den Auenschutz, Wasserbau und Renaturierungen zuständigen Fachstellen als Arbeitsinstrument für die Umsetzung der Auenverordnung.

Weiterführende Informationen

Kontakt
Letzte Änderung 21.09.2017

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