Transgene Pflanzen: Keine neuen Fundorte in der Umwelt im Jahr 2014

17.02.2015- Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind in der Schweiz für landwirtschaftliche, gartenbauliche oder forstwirtschaftliche Anwendung in der Umwelt verboten. Seit 2011 führt das BAFU eine Umweltüberwachung (Monitoring) durch, um das unbeabsichtigte Vorhandensein von GVO in der Umwelt festzustellen. Im Jahr 2014 wurden vereinzelt gentechnisch veränderte (gv) Rapspflanzen an bereits bekannten Orten gefunden.

Raps
© Mario Waldburger

Die unkontrollierte Ausbreitung von GVO in der Umwelt muss möglichst eingedämmt werden, um die Kontaminierung von konventionellen Landwirtschaftskulturen und potenzielle Beeinträchtigungen der Biodiversität zu verhindern. Das BAFU hat, wie es die Freisetzungsverordnung (FrSV) vorsieht, zusammen mit den Kantonen ein Überwachungssystem entwickelt, um frühzeitig das unbeabsichtigte Vorhandensein von GVO in der Umwelt festzustellen.

2014 hat das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt (KLBS) im Auftrag des BAFU ein Überwachungsprogramm durchgeführt, das sich auf Standorte mit erhöhtem Risiko (Hotspots) für unbeabsichtigte Freisetzungen von Samen (Silos, Ölmühlen, Rangierbahnhöfe) sowie auf Standorte entlang von Eisenbahnlinien (Transekte) konzentrierte. 1066 Pflanzen an 30 Standorten wurden kontrolliert. Es wurde keine einzige gv-Rapspflanze gefunden. Zusätzlich wurden an weiteren 60 Hotspot-Standorten insgesamt 1091 Rapsproben erhoben, in keiner von denen eine gentechnische Veränderung nachgewiesen werden konnte.

Vereinzelte transgene Rapspflanzen an bekannten Standorten gefunden

Das KLBS hat im Hafen Kleinhüningen und am Bahnhof St. Johann von Frühling bis Herbst 2014 1464 Pflanzen auf die Anwesenheit von Transgenen untersucht. Im Hafen Kleinhüningen wurden im April und im Mai Transgene in 43 von 1414 untersuchten Rapspflanzen nachgewiesen, während im Bahnhof St. Johann im April nur eine von 50 Rapspflanzen Transgene enthielt. Im Oktober war an beiden Standorten kein gv-Raps mehr nachweisbar.

Die kontinuierliche, durch die Kantone veranlasste Bekämpfung an allen verunreinigten Standorten stellt weiterhin sicher, dass aus den noch im Boden vorhandenen gv-Samen keine neuen überdauernden Populationen entstehen können. Der Anteil gv-Rapspflanzen an den beiden untersuchten Standorten verminderte sich von 2013 bis 2014 deutlich. Im Hafen Kleinhüningen sank der Anteil an gv-Rapspflanzen von 5.1 % auf 3.0 %, im Bahnhof St. Johann von 22.9 % auf 2.0 % (Medienmitteilung Kantonales Laboratorium Basel-Stadt, 2014. Siehe rechts).

Bericht 2013

Bericht 2012

Bericht 2011

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Letzte Änderung 24.02.2016

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