Energie und Umwelt: Das Wichtigste in Kürze

Wie beeinflusst die Erzeugung und Nutzung von Energie die Umwelt in der Schweiz? Ausgewählte Kenngrössen und Indikatoren zur Entwicklung der Energie und deren Auswirkungen auf die Umwelt.

  • Energieverbrauch: Nach mehreren Jahrzehnten starken Wachstums hat sich der Energieverbrauch der Schweiz ungefähr seit 2000 stabilisiert, während das Bruttoinlandprodukt (BIP) und die Bevölkerung weiter gewachsen sind. Die Effizienz der Energienutzung ist somit gestiegen. Auch der Verbrauch von Strom folgt seit 2005 nicht mehr den Wachstumsraten von BIP und Bevölkerung.
  • Energiebedarf: 2013 verbrauchte der Verkehr mit 35 % am meisten Energie, gefolgt von den Haushalten mit 29 %. Rund zwei Drittel des Energiebedarfs wurden mit fossilen Brenn- und Treibstoffen gedeckt (Benzin, Diesel, Heizöl, Erdgas usw.). Diese verursachen rund drei Viertel der Treibhausgasemissionen der Schweiz. Zugleich sind sie die Hauptquelle für die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickoxide.
  • Erneuerbare Energiequellen: 22 % des inländischen Energieverbrauchs stammten 2013 aus erneuerbaren Energiequellen, hauptsächlich aus Wasserkraft. Holz, Sonne, Biogas, Umgebungswärme und biogene Treibstoffe machten weniger als einen Zehntel aus.
  • Energieaufwand Ausland: Modellrechnungen zufolge liegt der Primärenergieaufwand, der zur Deckung des schweizerischen Endkonsums notwendig ist, bei rund 8000 Watt pro Person. Davon wird mehr als 95 % Energie im Ausland verbraucht, wobei ein Grossteil aus nicht erneuerbaren Quellen stammt.
  • Energieeffizienz: Im Rahmen seines ersten Massnahmenpakets zur Energiestrategie 2050 möchte der Bundesrat der Förderung der effizienten Energienutzung höchste Priorität einräumen. Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Person und Jahr soll bis 2035 gegenüber dem Jahr 2000 um 43 % sinken. Der entsprechende Zielwert beim Stromverbrauch beträgt minus 13 %. Mit der Reduktion des Verbrauchs sinkt auch die mit der Bereitstellung von Energie verbundene Umweltbelastung.
  • Erneuerbare Energieträger: Die Energiestrategie 2050 sieht ausserdem vor, dass in Zukunft erneuerbare Energieträger bedeutend mehr zur Stromversorgung beitragen und damit einen Teil des Stroms, der mit dem Ausstieg aus der Kernenergie wegfällt, ersetzen sollen. Die Produktion von Strom aus neuen erneuerbaren Energien soll bis 2035 gegenüber 2012 um einen Faktor 7 zunehmen. Bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft ist im gleichen Zeitraum eine Produktionssteigerung von 5 bis 6 % vorgesehen.
  • Zielkonflikte: Meist führt der Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien zu einer geringeren Umweltbelastung. Das Gegenteil kann z. B. dann der Fall sein, wenn unversehrte Lebensräume und Landschaften durch neue Wasser- oder Windkraftanlagen in ihrer Besonderheit und ihrem Wert stark beeinträchtigt werden. Mit den anspruchsvollen Zielen der Energiestrategie 2050 lassen sich solche Zielkonflikte nicht immer vermeiden. Die unterschiedlichen Interessen von Naturschutz und Energienutzung sind daher - unter Berücksichtigung einschlägiger Standards und Vorschriften - sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

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Letzte Änderung 27.01.2015

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