Mobilität und Umwelt: Massnahmen

Das BAFU hat den gesetzlichen Auftrag, die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt zu untersuchen, Lösungen zur Begrenzung vorzuschlagen und, wo zuständig, diese umzusetzen. Es befasst sich vor allem in den Bereichen Lärm, Luft, Klima, Landschaft und Biodiversität mit dem Verkehr.

BAFU befasst sich mit den Umweltaspekten des Verkehrs; mit Verkehrsfragen befassen sich andere Bundesämter.


Lärm

Strassenlärm

Strassenlärm lässt sich vor allem durch den Einbau von lärmarmen Strassenbelägen, den Einsatz leiser Reifen, Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie durch eine angepasste Fahrweise an der Quelle reduzieren. Würden diese Massnahmen flächendeckend angewendet, könnte der grösste Teil der Bevölkerung vor schädlichem oder lästigem Strassenlärm geschützt werden.

Eisenbahnlärm

Für die Lärmsanierung der Schweizer Eisenbahnen stellt der Bund bis 2025 rund 1,5 Milliarden CHF zur Verfügung. Mit einem Verbot von lauten Güterwagen ab 2020, Massnahmen an der Fahrbahn sowie Forschungs- und Investitionsförderung soll die Bevölkerung bis 2025 noch effektiver vor Bahnlärm geschützt werden. Es ist das Ziel 80% der Bevölkerung vor schädlichem oder lästigem Eisenbahnlärm zu schützen.

Fluglärm

Fluglärm breitet sich naturgemäss grossflächig aus. Die Lärmbekämpfung muss darum an der Quelle erfolgen und kann nicht beim Ausbreitungsweg ansetzen. In den letzten Jahrzenten ist es durch technische Entwicklungen gelungen, Flugzeuge zu bauen, die weniger Lärm verursachen. Die Einführung lärmabhängiger Start- und Landetaxen hat die Flottenerneuerung und den Trend zu leiseren Flugzeugen beschleunigt.

Luft

Strassenverkehr

Um den Schadstoffausstoss des Strassenverkehrs zu senken, passt der Bund die Vorschriften über Abgase und Treibstoffqualität laufend dem Stand der Technik an. Auch die Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs sowie die Raumplanung tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei.

Schienen- Schiffs- Flugverkehr

Der Bund ergreift verschiedene Massnahmen, um die schädlichen Luftschadstoffemissionen des Schienen-, Schiffs- und Flugverkehrs zu begrenzen. Dazu gehören neben Abgasvorschriften für Lokomotiven, Schiffe und Flugzeuge auch finanzielle Anreize wie emissionsabhängige Landegebühren.

Monitoring flankierende Massnahmen Umwelt MFM-U

Im vom BAFU betreuten Projekt Monitoring flankierende Massnahmen Umwelt MFM-U werden Luft- und Lärmdaten erhoben, um die Umsetzung des Verlagerungsgesetzes und die Wirksamkeit der flankierenden Massnahmen in den Bereichen Strasse und Schiene zu überprüfen.

Klima

CO2-Vorschriften Fahrzeuge

Für neue Personenwagen gilt seit 2015 ein durchschnittlicher CO2-Zielwert von 130 g CO2 pro km und seit 2020 von 95 g CO2 pro km. Auf 2020 wurde zudem Vorschriften für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper eingeführt.

Pflicht für Treibstoffimporteure

Hersteller und Importeure fossiler Treibstoffe sind dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen aus dem Verkehr teilweise zu kompensieren. Der prozentuale Anteil wird stufenweise angehoben. Die daraus folgenden Kosten decken die Importeure über einen Aufpreis von wenigen Rappen pro Liter Treibstoff.

Biodiversität

Wildtierpassagen

Viele Wildtierkorridore sind beeinträchtigt oder unterbrochen. Wildtierpassagen sollen helfen, unterbrochene Korridore aufzuwerten. Der Bund hat zusammen mit kantonalen und nationalen Partnern Richtlinien und Konzepte erarbeitet.

Weiterführende Informationen 

Letzte Änderung 30.11.2018

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