Wohnen und Umwelt: Das Wichtigste in Kürze

Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten beanspruchen Siedlungsflächen. Diese dehnen sich kontinuierlich aus und haben Auswirkungen auf die Umwelt. Die Bautätigkeit und die Siedlungsstruktur haben Auswirkungen auf die Mobilität und auf den Rohstoffbedarf. Letzterer gewinnt immer mehr an Bedeutung gegenüber der Gebäudenutzung, deren Ökobilanz sich dank neuer und angepasster Standards laufend verbessert. Die Nachfrage nach Raum für Wohnen und Arbeiten orientiert sich unter anderem an Formen des Zusammenlebens, Lebensstilen und sich wandelnden Idealvorstellungen.

Das Wohnen gehört nach Ernährung und vor Mobilität zu den Konsum- und Produktionsbereichen mit den grössten Auswirkungen auf die Umwelt.

Alle drei Beiche lassen sich nur verstehen als Systeme mit komplexen Wechselwirkungen zwischen einer Vielzahl von Angebots- und Nachfragefaktoren. Um hier den Hebel ansetzen zu können, ist eine Systemsicht nötig, die dem Zusammenwirken folgender Elemente Rechnung trägt:

  • Werte und Leitbilder
  • Verhalten und Lebensstile
  • Soziale und zeitliche Strukturen
  • Forschung, Bildung, Wissen
  • Märkte und Finanzsysteme
  • Technologien, Produkte, Dienstleistungen
  • Politikinstrumente und Institutionen
  • Materielle Infrastrukturen.

Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage

Das Wohnen (inkl. Bauwesen, Energie- und Wasserverbrauch sowie Abfall- und Abwasserentsorgung) trägt 24 % zur Umweltbelastung der Schweiz bei. Es wird zum einen gesteuert durch Nachfragefaktoren wie Einkommen oder Familiensituation und zum anderen durch Angebotsfaktoren wie Immobilienmarkt und Siedlungsstruktur.

Wohnen (PDF, 1 MB, 30.11.2018)Kapitel A3, Berciht Umwelt Schweiz 2018

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Letzte Änderung 30.11.2018

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