Wohnen und Umwelt: Massnahmen

Das BAFU, als Umweltfachstelle des Bundes, ist laufend mit der Siedlungsentwicklung konfrontiert und arbeitet deshalb auf dem Gebiet der Raumplanung mit. Mit dem Gebäudeprogramm fördern Bund und Kantone die energetische Sanierung von Gebäuden und die Optimierung der Gebäudetechnik. Um Stoffkreisläufe zu schliessen, will das BAFU die Akzeptanz von Sekundärrohstoffen im Bausektor fördern.

Innerhalb der Bundesverwaltung ist das Kompetenzzentrum für die Raumplanung das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Dem BAFU obliegt es, Stellung zu nehmen zur Raumordnungspolitik der Schweiz, zu Sachplänen und Konzepten des Bundes und kantonalen Richtplänen oder Teilrichtplänen.

Das Bundesamt für Wohnungswesen BWO ist das Kompetenzzentrum des Bundes für alle Wohnungsfragen.


Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Thema Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Die UVP ist ein Instrument der Umweltvorsorge und dient der Koordination und Optimierung der Bauvorhaben.

Landschaft und Boden

Raumplanung – für die Landschaft von zentraler Bedeutung

Die Raumplanung hat die Aufgabe, die Nutzung des Raumes zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Als wichtigstes Ziel verpflichtet das Raumplanungsgesetz (RPG) Bund, Kantone und Gemeinden, das Baugebiet vom Nichtbaugebiet zu trennen. Diese haben mit den Instrumenten der Raumplanung dafür zu sorgen, dass die Siedlungsentwicklung nach innen gelenkt wird und kompakte Siedlungen geschaffen werden.

Massnahmen für den Bodenschutz

Massnahmen für den Bodenschutz

Der Verlust fruchtbarer Böden durch den Bau von Siedlungen, Freizeitanlagen, Strassen und sonstigen Infrastrukturen schreitet unvermindert voran. Das BAFU setzt sich für den Schutz des Bodens als natürliche Ressource und Lebensgrundlage ein.

Biodiversität

Cover Kurzporträt Strategie Biodiversität Schweiz

Strategie Biodiversität Schweiz und Aktionsplan

Der Aktionsplan Biodiversität fördert naturnahe Flächen in Siedlungsräumen als Teil der ökologischen Infrastruktur, beispielsweise mit Musterbaureglementen. 

Wasser

Grundwasserschutz

Bautätigkeiten können das Grundwasser qualitativ und auch quantitativ gefährden. Daher müssen bereits beim Planen von Bauten und Anlagen die Anliegen des Gewässerschutzes berücksichtigt werden.

Klima

Gebäude

Der Gebäudesektor verursacht ca. ein Drittel der Schweizer CO2-Emissionen. Hier setzen kantonale Gebäudestandards und das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen an.

Abfall und Rohstoffe

Mineralische Rückbaumaterialien

Beim Um- und Rückbau von Gebäuden und Infrastrukturbauten fallen grosse Mengen an mineralischen Abfällen (Rückbaumaterialien) an. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Betonabbruch, Mischabbruch und Ziegelbruch aus dem Hochbau, sowie um Ausbauasphalt und Strassenaufbruch aus dem Tiefbau. Die mineralischen Rückbaumaterialien sind nach dem Aushub- und Ausbruchmaterial die zweitgrösste Abfallfraktion. Um natürliche Ressourcen und Deponievolumen zu schonen, müssen diese Abfälle nach Möglichkeit zu Recyclingbaustoffen aufbereitet werden.

Luft und Lärm

Massnahmen zur Luftreinhaltung beim Strassenverkehr

Massnahmen der Verkehrs- und Raumplanung mit dem Ziel von kurzen und weniger Wegen tragen auch zur Luftreinhaltung bei.

Akustische Qualität in Stadt- und Siedlungsräumen

Eine gute urbane Siedlungs- und Standortqualität ist für eine Siedlungsentwicklung nach innen unentbehrlich. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, ist die Schaffung und Erhaltung von ruhigen Siedlungsgebieten mitentscheidend.

Naturgefahren und Störfälle

Die Komponenten des Risikomanagements

Umgang mit Naturgefahren

Um den Menschen, seine Siedlungen und Bauten vor Naturgefahren zu schützen, sind diese schon in die Raumplanung miteinzubeziehen.

Koordination der Störfallvorsorge mit der Raumplanung

Unbedachte Bautätigkeiten und Zonenplanänderungen können die Personendichte um eine Anlage massgebend beeinflussen und zu Erhöhungen des Risikos führen. Dies führt insbesondere in der dicht besiedelten Schweiz immer wieder zu Interessenskonflikten. Mit einer stärkeren Berücksichtigung der Störfallvorsorge bei der Raumplanung soll dies verhindert werden.

Weiterführende Informationen 

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Letzte Änderung 30.11.2018

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