Genf wird Sitz der Minamata-Konvention

Bern, 30.09.2017 - Die Vertreterinnen und Vertreter der rund 150 Staaten, die an der ersten Vertragsparteienkonferenz (COP1) der Minamata-Konvention über Quecksilber teilgenommen haben, beschlossen am 30. September 2017, den Sitz der Konvention in Genf anzusiedeln. «Die Niederlassung des Sekretariats der Minamata-Konvention wird Genf als Standort der internationalen Umweltgouvernanz stärken», erklärte Marc Chardonnens, Präsident der COP und Direktor des Bundesamts für Umwelt (BAFU).

Die Wahl Genfs für den Sitz des Sekretariats ist ein Zeichen der Anerkennung für das Engagement der Schweiz zugunsten eines Übereinkommens über Quecksilber und bestätigt die Rolle der Calvinstadt als Kompetenzzentrum für Umweltfragen. Das Übereinkommen, welches auf eine Initiative der Schweiz und Norwegens zurückgeht, wurde 2013 in Genf abgeschlossen. Die Schweiz wird sich auch weiterhin für die Minamata-Konvention einsetzen, insbesondere mit dem jährlichen Beitrag von einer Million Franken als Gastgeberland.

Weg frei für die Umsetzung

In seiner Bilanz über die Konferenz, die am 30. September in Genf zu Ende gegangen ist, hob Marc Chardonnens die Beschlüsse hervor, die den Vertragsstaaten den Weg für die Umsetzung der Konvention auf nationaler Ebene frei machen. «Die Massnahmen zur Verminderung der gesundheits- und umweltschädlichen Quecksilberemissionen können lanciert werden», erklärte er.

Verschiedene Leitlinien wurden verabschiedet, namentlich betreffend die Regulierung des kleingewerblichen Goldbergbaus und die Verminderung der Quecksilberemissionen in diesem Sektor. Die Staaten erhalten künftig Unterstützung beim Umgang mit dem kleingewerblichen Goldabbau und beim Einsatz der besten verfügbaren Techniken in diesem Sektor. Eine weitere Leitlinie präzisiert, wie die Quecksilberemissionen vermindert werden können, die aus Kohlekraftwerken, Kehrichtverbrennungsanlagen oder Zementfabriken in die Atmosphäre gelangen. Nicht zuletzt wurden Arbeiten zur Bewertung der Wirksamkeit des Übereinkommens in Angriff genommen. Dies dürfte die Umsetzung auf innerstaatlicher Ebene weiter verbessern.


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