Kampf ums Gletschereis

Seit 1870 schlagen die Betreiber der Eisgrotte beim Hotel Belvédère am Furkapass (VS) einen Tunnel in die Zunge des Rhonegletschers. Jeden Sommer von Neuem. Die Grotte mit ihren blau schimmernden Eiswänden hat bisher Hunderttausende von Besucherinnen und Besuchern begeistert.

Kampf ums Gletschereis
© David Volken, BAFU

David Volken, Gletscher- und Hochwasserexperte im BAFU sowie passionierter Hobbyfotograf, dokumentiert in seinen Bildern den schier aussichtslosen Kampf um das künftige Weiterbestehen der Touristenattraktion. Zwar schützen die Grottenbauer das Eis mit einer reflektierenden Folie, was die Gletscherschmelze etwas verlangsamt, doch der Gletscher zieht sich immer mehr zurück und wird dünner und dünner. Messungen zeigen, dass er jährlich zwischen sechs und acht Metern an Mächtigkeit verliert. «In fünf bis sechs Jahren», sagt David Volken, «wird das Eis an der Gletscherzunge nicht mehr stark genug sein, um eine Grotte zu schlagen.»

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Letzte Änderung 26.11.2014

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