16. UNO-Klimakonferenz in Cancún

11.12.2010 - Die 16. UNO-Klimakonferenz (COP 16) in Cancún (Mexiko) ist am 11. Dezember 2010 mit einer Einigung zu Ende gegangen. Die Konferenz will die Anstrengungen zur Vermeidung des Treibhausgasausstosses verstärken und verhindern, dass es nach Ablauf der ersten Periode des Kyotoprotokolls zu einer Lücke kommt. Zudem beschloss die COP 16 die Schaffung eines Klimafonds und Mechanismen gegen die Klima schädigende Nutzung von Wäldern in Entwicklungsländern.

An der 16. Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún konnten sich die 194 Vertragsparteien der Klimakonvention mit Ausnahme von Bolivien auf einen Abschlusstext einigen.

 Zwei-Grad-Ziel bestätigt

Angenommen wurden ein Text zur Weiterentwicklung der internationalen Klimapolitik im Rahmen der Uno-Klimakonvention und einer zum Kyotoprotokoll. Das Papier zur Klimakonvention skizziert das weitere Vorgehen bei der Bewältigung des Klimaproblems. Es hält fest, dass der Klimawandel eine der grössten Herausforderung der Menschheit ist, dass die Anstrengungen zur Vermeidung des Treibhausgasausstosses verstärkt werden müssen, dass die Klimaerwärmung nicht mehr als 2 Grad betragen soll und dass die Länder eine gemeinsame, aber je nach ihrem Entwicklungsstand unterschiedliche Verantwortung tragen.

Die Vetragsparteien entschieden weiter, ein Rahmenwerk zur Anpassung an den Klimawandel zu schaffen (Cancún Adaptation Framework), um die Folgen des bereits eingetretenen Klimawandels insbesondere in den besonders verletzlichen Entwicklungsländern zu mildern.

Die Frage der Schweizer Verpflichtung für die Jahre 2013 bis 2020 liegt zurzeit beim Parlament. Der Bundesrat schlägt vor, den Treibhausgasausstoss in diesem Zeitraum um mindestens 20 Prozent im Vergleich zu 1990 zu vermindern. Falls sich andere Industrieländer wie die USA oder Japan zu einer vergleichbaren Verminderung verpflichten ist der Bundesrat bereit, sein Ziel auf 30 Prozent anzuheben. Der Entscheid von Cancún erfüllt diese Bedingung noch nicht.

Massnahmen für Wälder in Entwicklungsländern

Schliesslich konnte mit dem Übereinkommen von Cancún ein Paket verabschiedet werden im Bereich der Klima schädlichen Nutzung von Wäldern in Entwicklungsländern. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Verminderung rund eines Fünftels des weltweiten Treibhausgasausstosses.


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Letzte Änderung 13.12.2010

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