Anpassung an den Klimawandel in den Sektoren

Zur Anpassung an den Klimawandel tragen verschiedene Aktivitäten und eine Vielzahl von Akteuren bei. Die Palette reicht von nationalen Forschungsprogrammen bis zu konkreten Massnahmen vor Ort. Beteiligt sind neben Fachstellen und Forschungseinrichtungen auch Städte, Gemeinden, Verbände und Private.

Der Bund nimmt seine Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel mit einem breit gefächerten Massnahmenbündel wahr. Mehrere grosse Forschungsprogramme liefern wichtige Grundlagen für die Anpassung. Zahlreiche Projekte und Massnahmen widmen sich der Umsetzung in die Praxis. Die Aktivitäten bewegen sich auf sehr unterschiedlichen Ebenen: von der internationalen Zusammenarbeit über schweizweite Ansätze bis zu kantonalen und lokalen Arbeiten. Sie betreffen meist einen Sektor, in einigen Fällen handelt es sich aber auch um sektorübergreifende Tätigkeiten.

Auf den folgenden Seiten sind Anpassungsaktivitäten der Sektoren zusammengefasst. Beschrieben werden nur solche Aktivitäten, bei denen die Anpassung im Vordergrund steht oder eine wesentliche Rolle spielt. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Anpassung an den Klimawandel: Wasserwirtschaft

Die klimabedingten Veränderungen des Wasserkreislaufs wirken sich auf alle Bereiche der Wasserwirtschaft aus. Handlungsbedarf ergibt sich durch geringere Abflüsse, die mögliche Zunahme von Trockenheit und Niedrigwasser im Sommer, den Anstieg der Wassertemperaturen und die Zunahme von Hochwasser. Durch das veränderte Wasserdargebot kann es zu Nutzungskonflikten kommen.

Anpassung an den Klimawandel: Umgang mit Naturgefahren

Naturgefahren stellen vielerorts seit jeher eine Bedrohung für Menschen, Sachwerte und Infrastrukturen dar. Die bestehende Gefährdung wird durch die Zunahme von Infrastrukturwerten und Siedlungserweiterungen in Gefahrengebieten sowie durch die Auswirkungen des Klimawandels weiter verstärkt.

Anpassung an den Klimawandel: Waldwirtschaft

Gemessen an den langsamen Vorgängen im Wald drohen die klimatischen Veränderungen mit einer Geschwindigkeit abzulaufen, die natürliche Anpassungsprozesse überfordert. Wichtige Waldleistungen wie der Schutz gegen Naturgefahren könnten vermindert werden oder ausfallen. Zu erwarten sind auch Auswirkungen auf die Holzproduktion, mit der in der einheimischen Wald- und Holzwirtschaft viele Arbeitsplätze verbunden sind.

Anpassung an den Klimawandel: Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist den Folgen des Klimawandels unmittelbar ausgesetzt. Die Erwärmung kann bei ausreichender Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit tendenziell zu einer erhöhten Produktivität der Landwirtschaft beitragen. Die Verknappung des Wasserdargebots, das verstärkte Aufkommen von Unkräutern und Schädlingen sowie die mögliche Zunahme der Extremereignisse kann dagegen zu Ertragsausfällen führen.

Anpassung an den Klimawandel: Energie

Der Klimawandel wird sowohl die Energienachfrage als auch die Energieproduktion beeinflussen. Die höheren Temperaturen lassen im Winter den Heizenergiebedarf zurückgehen, während im Sommer der Kühlenergieverbrauch steigt. Veränderungen ergeben sich auch für die Erzeugung von Elektrizität in thermischen und Wasserkraftwerken sowie für die Sicherheit von Transportinfrastrukturen.

Anpassung an den Klimawandel: Biodiversitätsmanagement

Der Klimawandel kann verschiedene Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Diese reichen von Verschiebungen der Verbreitungsgebiete von Pflanzen- und Tierarten über die Einwanderung neuer bis hin zum Aussterben einheimischer Arten. Dadurch kann zur Beeinträchtigung oder gar zum Ausfall von Ökosystemleistungen kommen.

Anpassung an den Klimawandel: Gesundheit

Veränderungen der Extremtemperaturen wirken sich direkt auf die Gesundheit des Menschen aus. Mehr heisse Tage und Hitzewellen stellen vor allem für alte und pflegebedürftige Menschen eine Belastung dar. Zudem begünstigen höhere Temperaturen das Auftreten von Infektionskrankheiten bei Menschen und Tieren.

Anpassung an den Klimawandel: Tourismus

Der Klimawandel wirkt sich direkt und indirekt auf den Tourismus aus. Besonders betroffen sind Destinationen in den Berggebieten. Für den Tourismus bergen die Veränderungen sowohl Chancen als auch Risiken. Zentral für die Anpassung sind Angebotsentwicklung, Gefahrenminimierung und Kommunikation.

Anpassung an den Klimawandel: Raumentwicklung

Agglomerationen und ländliche Räume sehen sich durch den Klimawandel teils unterschiedlichen, teils ähnlichen räumlichen Herausforderungen gegenüber. Der zentrale Beitrag der Raumplanung zur Anpassung besteht in beiden Fällen darin, widerstandsfähige und robuste Raumstrukturen zu entwickeln.

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Letzte Änderung 31.08.2018

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