Anpassung an den Klimawandel: Energie

Der Klimawandel wird sowohl die Energienachfrage als auch die Energieproduktion beeinflussen. Die höheren Temperaturen lassen im Winter den Heizenergiebedarf zurückgehen, während im Sommer der Kühlenergieverbrauch steigt. Veränderungen ergeben sich auch für die Erzeugung von Elektrizität in thermischen und Wasserkraftwerken sowie für die Sicherheit von Transportinfrastrukturen.

Handlungsfelder und Ziele des Bundes

Energiebedarf für die Klimatisierung/Kühlung von Gebäuden

  • Effiziente Lösungen zum Umgang mit steigenden Temperaturen (Bereiche Gebäude, Gebäudetechnik und Gebäudebegrünung; Phasen Planung, Ausführung und Betrieb) werden umgesetzt.

Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraft

  • Der Beitrag der Wasserkraft zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit ist gesichert.
  • Das Wasserkraftpotenzial wird unter sich verändernden hydrologischen und wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimal genutzt.
  • Neue, klimabedingte Risiken (z. B. aufgrund des Rückzugs des Permafrosts) werden im Rahmen der Sicherheitsaufsicht des Bundes berücksichtigt.

Erzeugung von Elektrizität in thermischen Kraftwerken

  • Der Beitrag der thermischen Kraftwerke zur Aufrechterhaltung der Versorgungs­sicherheit ist unter Gewährleistung der Anlagensicherheit (insbesondere bei Hitzewellen) und der Koordination mit anderen Wassernutzern gesichert.

Unterhalt und Sicherheit von Transportinfrastrukturen

  • Die Auswirkungen des Klimawandels werden in der Aufsichts- und Kontrolltätigkeit des Bundes risikogerecht berücksichtigt.

Massnahmen des Bundes

Der Klimawandel beeinflusst die Energieproduktion und die Energienachfrage. Dabei treten sowohl positive als auch negative Effekte auf. Anpassungsbedarf besteht beim Kraftwerksbetrieb, bei der Sicherheit der Produktions- und Transportinfrastrukturen und bei den Anforderungen an Gebäude und Geräte. Die Federführung für Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Sektor Energie liegt, wo nichts anderes vermerkt ist, beim Bundesamt für Energie BFE.

Massnahmen der Bundesämter: Energie (PDF, 175 kB, 09.04.2014)Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz - Aktionsplan 2014–2019, Anhang A5

Weitere Aktivitäten

Nationales Forschungsprogramm Nachhaltige Wassernutzung (NFP 61)

Das NFP 61 (2008-2013) erarbeitet Grundlagen für einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen. Die 16 Projekte untersuchen die Auswirkungen klimatischer und gesellschaftlicher Veränderungen, identifizieren Risiken und entwickeln Strategien für ein integrales Wassermanagement. Einige Projekte beschäftigen sich mit der Energieproduktion aus Wasserkraft. 

Forschungsprojekt Auswirkungen der Klimaänderung auf die Wasserkraftnutzung

Das Projekt (2008-2011) untersuchte die klimabedingten Veränderungen im Wasserkreislauf sowie die Folgen für den Kraftwerksbetrieb und die Stromproduktion anhand mehrerer Fallstudien in verschiedenen Einzugsgebieten und mit unterschiedlichen Kraftwerkstypen. Auftraggeber: Swisselectric Research, Bundesamt für Energie, Kanton Wallis, Forces Motrices Valaisannes. Leitung und Koordination: Universität Bern, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Netzwerk Wasser im Berggebiet

Weiterführende Informationen

Kontakt
Letzte Änderung 28.04.2016

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