Anpassung an den Klimawandel: Tourismus

Der Klimawandel wirkt sich direkt und indirekt auf den Tourismus aus. Besonders betroffen sind Destinationen in den Berggebieten. Für den Tourismus bergen die Veränderungen sowohl Chancen als auch Risiken. Zentral für die Anpassung sind Angebotsentwicklung, Gefahrenminimierung und Kommunikation.

Handlungsfelder und Ziele des Bundes

Die Anpassung an den Klimawandel ist eine der wichtigsten Herausforderungen für den Tourismusstandort Schweiz. Sie soll insbesondere dazu beitragen, dass die Schweiz langfristig ein attraktiver und erfolgreicher Tourismusstandort bleibt und ihr aussergewöhnliches Potenzial als Reisedestination ausschöpfen kann. Aufgrund der identifizierten drei Handlungsfelder stehen folgende Anpassungsziele im Vordergrund:

Angebotsentwicklung

  • Förderung von Innovation und Diversifikation (insb. Förderung Sommer- und Ganzjahrestourismus), Intensivierung der Forschung.
  • Sicherung und Weiterentwicklung Schneesport.

Gefahrenminimierung

  • Verstärkung der Gefahrenabwehr durch technische und biologische Massnahmen.
  • Risikominderung durch organisatorische Massnahmen.

Kommunikation

  • Klare Positionierung und gezieltes Marketing.
  • Sensibilisierung der Bevölkerung.

Massnahmen des Bundes

Steigende Temperaturen verändern die Bedingungen für den Winter- und den Sommertourismus in der Schweiz. Anpassungsmassnahmen sollen dazu beitragen, dass sich bietende Chancen genutzt werden und die Schweiz langfristig ein attraktiver und erfolgreicher Tourismusstandort bleibt. Die Federführung für Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Sektor Tourismus liegt beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO.

Massnahmen der Bundesämter: Tourismus (PDF, 122 kB, 09.04.2014)Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz - Aktionsplan 2014–2019, Anhang A6

Weitere Aktivitäten

Fallstudie Saastal: Anpassung an die Klimaänderung im Berggebiet

Die Fallstudie (2010-2011) analysierte für das Saastal (VS) die möglichen Auswirkungen des Klimawandels, bewertete den Handlungsbedarf und leitete Anpassungsoptionen ab. Das Teilprojekt Tourismus beschäftigte sich nicht nur mit der Schneesicherheit und Gefahren für die touristische Infrastruktur, sondern auch mit neuen Potenzialen im Sommer- und Wintertourismus. Träger: Gemeinden des Saastals, Kanton Wallis, Netzwerk Wasser im Berggebiet, Schweizer Berghilfe, Schweizerischer Versicherungsverband, WWF Schweiz und hotelleriesuisse

Ausstieg aus dem Wintertourismus und Neuausrichtung am Monte Tamaro

Weil am Monte Tamaro (TI) die ungenügende Schneesituation zu finanziellen Schwierigkeiten geführt hatte, wurde 2003 der Ausstieg aus dem Wintertourismus beschlossen. Stattdessen wurde das Angebot auf die Sommer-, Frühlings- und Herbstsaison ausgerichtet. Träger: Monte Tamaro SA, Lugano Turismo. Ähnliche Aktivitäten: Eine Neuorientierung fand auch bei der Stockhornbahn (BE) statt. Dort wurde der Skibetrieb 2003 eingestellt und stattdessen auf Schneeschuhtouren, Winterwandern und Lawinenausbildungskurse gesetzt.

Weiterführende Informationen

Kontakt
Letzte Änderung 11.02.2015

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