Mit Joint Implementation (JI) werden Klimaschutzprojekte bezeichnet, die in Industriestaaten oder in Transitionsländern durchgeführt werden. Die erzeugten Emissionsverminderungszertifikate sind handelbar.

Im Gegensatz zum «Clean Development Mechanism» werden Joint-Implementation-Projekte (JI) in anderen Industriestaaten oder Transitionsländern mit einer Reduktionsverpflichtung) gemäss Kyoto-Protokoll (Artikel 6) durchgeführt. Zertifikate aus JI-Projekten werden «Emission Reduction Units (ERUs)» genannt.

Emissionsreduktionen ergeben sich durch die Umwandlung von Assigned Amount Units (AAUs) des Gastlandes in ERUs, die anschliessend an das investierende Land transferiert werden. Die Gesamtemissionen der betroffenen Staaten verändern sich in diesem Nullsummenspiel jedoch nicht (anders beim CDM, wo zusätzliche Zertifikate generiert werden).

In der Schweiz werden keine JI-Projekte durchgeführt. Entsprechend werden keine ERUs ausgestellt.

Das Supervisory Committee überwacht die JI-Projekte. Allgemein ist die Kontrolle weniger streng als beim CDM. Auch Joint Implementation soll zum Transfer von moderner Technologie in die Gastländer führen.

Vorgehen, Kriterien und Dokumente für die Ausstellung eines Genehmigungsschreibens (Letter of Approval, LoA) zur Teilnahme an einem Jl-Projekt

Projekte des Clean Development Mechanism (CDM) und der Joint Implementation (JI)

Genehmigungskriterien für die Teilnahme. Ein Modul der Mitteilung des BAFU als Vollzugsbehörde zur CO2-Verordnung. 2014

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Letzte Änderung 28.09.2018

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