Kompensation von CO2-Emissionen: Treibstoffe

Importeure fossiler Treibstoffe müssen bis ins Jahr 2020 10 % der CO2-Emissionen aus dem Verkehr im Inland kompensieren. Sie können eigene Projekte durchführen oder Bescheinigungen erwerben.

Die Kompensationspflicht bei Treibstoffen ist in der CO2-Verordnung, Art. 86 bis 92, geregelt. Kompensationspflichtig sind Importeure von Benzin, Diesel, Erdgas und Kerosin ab einer Schwelle von 1‘000 t CO2. Wird diese während 3 Jahre unterschritten, sind sie von der Kompensationspflicht ausgenommen. Sie können sich zu Kompensationsgemeinschaften zusammenschliessen.

Der Bundesrat kann den Anteil an den Treibstoffemissionen, den es zu kompensieren gilt (Kompensationssatz), in einer durchschnittlichen Bandbreite von 5 bis 40 % festsetzen. Die Kompensationskosten dürfen 5 Rappen pro Liter nicht übersteigen.

Kompensationsleistung bis 2020

Um das gesetzliche Reduktionsziel von 20 % einzuhalten, sind im Jahr 2020 Kompensationsleistungen von geschätzten 1,5 Mio. t CO2 erforderlich. Dies entspricht 10 % der CO2-Emissionen aus dem Verkehr. Der Kompensationssatz wird in Stufen angehoben und beträgt

  • 2 % für die Jahre 2014 und 2015
  • 5 % für die Jahre 2016 und 2017
  • 8 % für die Jahre 2018 und 2019
  • 10 % für das Jahr 2020.

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Letzte Änderung 01.10.2018

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