Lebensraum Stadt - Magazin «umwelt» 4/2012

Neue Siedlungsmodelle | Kleingärten in der Stadt | Die Schweiz wird umgebaut | Freiräume richtig planen | Biodiversität gezielt fördern

In den Städten entscheidet sich unsere Zukunft

Editorial von Bruno Oberle, Direktor BAFU

Nachhaltige Siedlungen: Schweizer Städte im Wandel

Immer mehr Menschen zieht es in die Schweizer Städte und Agglomerationen. Damit nimmt auch der Druck auf knappe Ressourcen wie Boden oder Energie und auf die Biodiversität zu. Um unsere Städte lebenswert und nachhaltig zu entwickeln, braucht es neue Konzepte und Visionen.

Freiräume und Biodiversität: Vom Hinterhof zum Vorgarten

Die Ausdehnung des Siedlungsraums und die zunehmende bauliche Verdichtung bedrohen lebensnotwendige Freiräume für Mensch und Natur. Mit der richtigen Planung lassen sich qualitativ hochwertige Grünräume erhalten oder neu schaffen.

Biodiversität im urbanen Raum: Eine Stadt blüht auf

In der Stadt Basel bieten unverbaute Freiräume unzähligen Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum – zum Teil auch seltenen Arten. Die Biodiversität ist hier nicht ein Zufallsprodukt, sondern das Resultat gezielter Förderung.

Raumplanung: «Jetzt müssen wir in die Höhe bauen»

Die Siedlungen der Schweiz haben sich in den letzten Jahrzehnten entlang der Nationalstrassen und Bahnlinien entwickelt. Nun sei es Zeit für eine Erschliessung der dritten Dimension, sagt Maria Lezzi – die Direktorin des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) – im Interview mit umwelt. Drei- bis fünfstöckige Häuser, aber auch sorgfältig gestaltete Freiräume sollen künftig unsere Städte und Agglomerationen prägen.

Partizipation: Den eigenen Lebensraum mitgestalten

In kaum einer Schweizer Stadt lebt man so dicht zusammen wie in Basel. Entsprechend gross ist der Druck auf die wenigen Freiräume. Jugendliche, Kinder und ihre Eltern, ältere Menschen, Hundehalter und Sporttreibende – alle wollen ihren Anteil. In der Rheinstadt dürfen sie ihre Anliegen in die Planung einbringen. Als einer der ersten Kantone fördert Basel-Stadt die Mitwirkung der Bevölkerung.

Stoffflüsse im urbanen Raum: Die Versorgung der Stadt hängt von ihrem Umland ab

Um die Städte mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen zu versorgen, werden in ihrem Umfeld riesige Landflächen beansprucht. In reichen Industrieländern kann der dafür benötigte Boden die eigentliche Ausdehnung der Zentren um bis zu 300-mal übertreffen. Die vermehrte Gewinnung von Materialien aus dem bestehenden Bauwerk und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien könnten die Ökobilanz der Stadt deutlich verbessern.

Wärmeinseln: Die aufgeheizte Stadt

In Städten und Agglomerationen sind die Hitzebelastungen besonders gross. Mehrere Forschungsprogramme suchen nach Lösungen, wie sich die Zentren dem Klimawandel anpassen können.

Kleingärten: Die Landwirtschaft zieht in die Stadt

Eine neue Gartenbewegung hat die Städte erfasst. Die Motivation ihrer Akteure ist viel­schichtig: Es geht um die Begegnung mit der Natur, Nachbarschaften, die Aufwertung von städtischen Grünräumen und um Biodiversität – aber auch um Zukunftsmodelle für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion.

Stadtplanung: Modelle für die Stadt von morgen

Wie wird die nachhaltige Stadt der Zukunft aussehen? Weltweit beschreiten verschiedene Städte innovative Wege. Und das ETH-Forschungszentrum Future Cities Laboratory in Singapur sucht nach der DNA einer zukunftsfähigen Stadt.

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Letzte Änderung 21.11.2012

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