Landschaft im internationalen Kontext

Die zukünftige Entwicklung der Landschaft wird durch sozioökonomische Einflüsse und Trends sowie politische Rahmenbedingungen geprägt. Die Zunahme der Mobilität, die Globalisierung und die Liberalisierung der Infrastrukturbereiche führen dazu, dass die Landschaft auch länderübergreifenden Einflüssen unterliegt.

Der Landschaftsbegriff, wie ihn die Schweiz verwendet, entstammt dem europäischen Landschaftsverständnis. So ist die Europäische Landschaftskonvention das erste völkerrechtliche Instrument, das die Landschaft zum Gegenstand hat. Dieser ganzheitliche Landschaftsbegriff ist in der Schweiz zwar nirgends gesetzlich festgeschrieben, er lässt sich indes aus dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) ableiten. Auch das Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG) baut auf diesem Verständnis auf.

Die Alpenkonvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen den acht Alpenländern sowie der Europäischen Gemeinschaft. Ziel der Konvention ist es, Bedingungen für eine nachhaltige Nutzung des Alpenraumes zu schaffen. Die Schweiz hat die Rahmenkonvention, aber noch nicht die neun thematischen Zusatzprotokolle, ratifiziert. Die Federführung für die Alpenkonvention liegt beim Bundesamt für Raumentwicklung ARE.

Eine ganze Anzahl weiterer völkerrechtlicher Instrumente befassen sich - meist auf globaler Ebene - mit einzelnen Aspekten der Landschaft: den Lebensräumen, dem kulturellen Erbe, dem archäologischen Erbe oder den Weltkultur- und Weltnaturerbestätten.

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Letzte Änderung 02.10.2018

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