Allgemeine Ziele Natur und Landschaft des Landschaftskonzepts Schweiz (LKS)

Die «allgemeinen Ziele Natur und Landschaft» des LKS wurden 1997 formuliert und werden in den kommenden Jahren aktualisiert. In Anlehnung an die 16 Ziele sind folgende Kriterien besonders zu beachten:

Naturlandschaften: Naturlandschaften, natürliche Landschaftsformen und -elemente sind in ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit zu erhalten.

Eigenentwicklung: Es sind Freiräume für die natürliche Eigenentwicklung und Dynamik zuzulassen.

Wasser und Leben: Das Element «Wasser» in der Landschaft ist aufzuwerten.

Biotope und Arten: Lebensräume für die Erhaltung der vielfältigen, heimischen Flora und Fauna sind sicherzustellen, aufzuwerten und zu vernetzen

Traditionelle Kulturlandschaften: Traditionelle Kulturlandschaften sind in ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit schonend zu entwickeln. Ihre Geschichte und Bedeutung soll aus ihrem Bild abzulesen sein.

Wertvolle Kulturobjekte: Schöne und einmalige, durch kulturelle Aktivitäten geprägte Landschaften und Siedlungen sowie kulturhistorisch bedeutungsvolle Stätten und Denkmäler sind in einer sinnstiftenden Umgebung zu erhalten.

Ausgleichsräume: Ruhige und vielfältige Ausgleichsräume sind zu erhalten und zu schaffen.

Verbundenheit: Die Verbundenheit der Menschen mit Natur, Landschaft und Kulturgut ist zu stärken.

Standortverhältnisse: Nutzungen sind auf die natürlichen Standortverhältnisse auszurichten. Die Regenerationsfähigkeit erneuerbarer Ressourcen ist zu gewährleisten.

Minimale Eingriffe: Eingriffe in die Landschaft sind minimal zu halten, die Auswirkungen durch sich überlagernde Nutzungen zu vermindern.

Begrenzte Ressourcen: Nicht erneuerbare Ressourcen der Landschaft sind zu erhalten. Es sind Ersatzstoffe zu verwenden und unabdingbare Nutzungen haushälterisch vorzunehmen.

Nutzungen konzentrieren: Bauten, Infrastrukturen und andere Anlagen sind auf das notwendige Minimum zu beschränken. Sie sollen naturräumlich eingebunden sein.

Besonderheit eines Ortes: Bei Nutzungen und Eingriffen sind die Eigenart und die Qualität des Ortes zu bewahren oder zu verstärken.

Säume: Säume sind zu erhalten oder neu zu schaffen, als natürliche Übergänge zwischen Nutzungen und als wertvolle Lebensräume.

Vielfalt der Nutzungen: Die Vielfalt und Abstufung an Nutzungen ist zu erhalten oder neu zu schaffen.

Ökologische Aufwertung: Intensiv genutzte Landschaften, insbesondere Siedlungsgebiete, sind ökologisch aufzuwerten und lebenswert zu gestalten.

Kontakt
Letzte Änderung 29.10.2015

Zum Seitenanfang

https://www.bafu.admin.ch/content/bafu/de/home/themen/landschaft/fachinformationen/landschaftsqualitaet-erhalten-und-entwickeln/nachhaltige-nutzung-der-landschaft/kohaerente-landschaftspolitik/allgemeine-ziele-natur-und-landschaft-des-landschaftskonzepts-sc.html