Farbenfroh ins neue Jahr: Feuerwerke und Luftbelastung

27.12.2017 - An Silvester werden häufig Raketen und Böller abgebrannt – was nicht nur leuchtende Akzente am Himmel, sondern auch unverkennbaren Rauchgeruch zur Folge hat. Das BAFU hat die Auswirkungen von Feuerwerken auf die Luftqualität untersucht.

Silvester feuerwerke
© Markus Forte/Ex-Press

In den letzten Jahren wird in der Schweiz nicht mehr nur der Nationalfeiertag am 1. August mit Böller und Feuerwerk begangen, sondern zunehmend auch der Jahreswechsel. Das leuchtende Spektakel vor dunklem Nachthimmel erfreut die Gemüter – ein letzter Farbrausch, bevor die dunklen Monate folgen, die sich lange bis zum Frühlingsbeginn hinziehen.

Viel Feinstaub durch Feuerwerk

Doch der Augenschmaus bekommt den Atemwegen weniger gut. Das Abbrennen von Pyrotechnik kann die Feinstaubbelastung zumindest kurzzeitig und lokal beträchtlich erhöhen, und bei ungünstigem Wetter, d.h. insbesondere bei kalten Temperaturen und Inversionslagen, bleiben die Schwebepartikel länger in der Luft. Daten aus Schweizer Luftmessstationen belegen, dass in der Nähe von abbrennenden Raketen, Fontänen und Vulkanen treten hohe Konzentration auf. Je nach Witterungsverhältnissen kann der in der Luftreinhalte-Verordnung Tagesmittelgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten werden. Medizinische Daten belegen, dass solche Zunahmen des Feinstaubgehalts für Menschen mit Atemwegserkrankungen problematisch sein können. Gesunde Personen haben dagegen kaum gesundheitliche Auswirkungen zu befürchten.

Ausser Lungen werden auch Böden und Gewässer belastet

Das BAFU schätzt, dass pro Jahr rund 1800 Tonnen Feuerwerkskörper verkauft werden, die ca. 450 Tonnen pyrotechnische Feuerwerkssätze enthalten. Diese bestehen neben Schwarzpulver auch aus farbgebenden Metallverbindungen. Beim Abbrennen entstehen 320 Tonnen Feinstaub, der als Niederschlag auch in Böden und Gewässer gelangt; allerdings ist deren Belastung ist gering. Gesamthaft werden in der Schweiz aktuell etwa 18'000 Tonnen Feinstaub ausgestossen; Feuerwerke tragen also gerade mal 2 Prozent zur jährlichen Gesamtbelastung bei. Älteren Personen und Personen mit chronischen Atemwegs- oder Herzkreislauf-Erkrankungen muss allerdings empfohlen werden, die unmittelbare Nähe von Feuerwerken zu meiden.

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Letzte Änderung 27.12.2017

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