Störfälle: Schwerwiegende Konsequenzen für den Menschen und die Umwelt

Chemische Störfälle können sich beim Betrieb von Anlagen ereignen, wenn diese grosse Mengen gefährlicher Stoffe, Zubereitungen oder Sonderabfälle handhaben oder auf Verkehrswegen und bei Rohrleitungsanlagen zur Beförderung gefährlicher Stoffe.

Treibstoffe, Brennstoffe, sowie chemische Grundstoffe und Zubereitungen sind für unsere Gesellschaft und Wirtschaft notwendig. Die Produktion, die Lagerung und der Transport dieser Güter, innerhalb der bestehenden Verkehrs- und Siedlungsstruktur, sind immer mit Risiken verbunden. Dabei eintretende Unfälle, welche erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung und Umwelt haben, werden als Störfälle bezeichnet.

Die Störfallverordnung ist seit dem 27. Februar 1991 in Kraft. Mit dieser Verordnung hat der Bundesrat die Konsequenzen aus dem Brand einer Lagerhalle des Chemieunternehmens Sandoz am 1. November 1986 in Schweizerhalle (Kanton BL) gezogen, welcher zu einem grossen Fischsterben im Rhein geführt hat. Ein weiteres Beispiel eines Störfalls in der Schweiz liefert der Benzin-Güterzugunfall in Zürich - Affoltern (1994).

Störfälle treten zwar nur selten auf, können aber in besiedelten Gebieten katastrophale Folgen haben. Davon zeugen Ereignisse wie die Feuerwerkexplosion in Enschede (NL, 2000), der Chemieunfall mit Ammoniumnitrat-Dünger in Toulouse (F, 2001), die Explosion der Erdgasleitung in Ghislenghien (BEL, 2004) oder der Propan-Güterzugunfall in Viareggio (I, 2009).

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Letzte Änderung 12.11.2018

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