Pflichten

Bewilligungs- und Meldepflicht

Das Erstellen und Ändern von Tankanlagen unterliegt grundsätzlich einer Bewilligungs- oder einer Meldepflicht.

Wenn Sie gedenken, eine Tankanlage aufzustellen oder abzuändern, brauchen Sie hierzu eine Bewilligung der kantonalen Behörde (Tankanlagen in Grundwasserschutzzonen sowie grössere Tankanlagen in den besonders gefährdenden Gewässerschutzbereiche) oder müssen Sie diese nach ihrer Erstellung der kantonalen Behörde melden (übrige Tankanlagen).

Bewilligungspflicht

  • Sie reichen bei der zuständigen Behörde ein Gesuch ein.
  • Sie vergewissern sich, bevor die Anlage erstellt oder abgeändert wird, dass eine entsprechende Bewilligung vorliegt und sorgen dafür, dass die darin festgehaltenen Auflagen eingehalten werden.
  • Sie lassen den Tank erst füllen, wenn die Auflagen der Bewilligung erfüllt sind.

Meldepflicht

  • Nachdem Sie eine Tankanlage durch Fachleute erstellen liessen, melden Sie diese der zuständigen Behörde mit Bekanntgabe ihrer Merkmale und ihres Standortes. Gleichzeitig bestätigen Sie, dass ihre Tankanlage vollumfänglich den massgeblichen Vorschriften entspricht!
  • Merken Sie sich: Die Behörde vergewissert sich mittels Stichproben der Richtigkeit solcher Meldungen.


Kontrolle

Vertrauen ist gut - (Selbst-) Kontrolle ist besser!

Trotz dem durchaus angebrachten Vertrauen in die moderne Tank-Technik müssen Tankanlagen von Zeit zu Zeit eingehend kontrolliert werden. Wichtige periodischen Kontrollen werden in den Vorschriften vom Staat vorgeschrieben.

Da Sie als Inhaber vollumfänglich für den Betrieb, die Kontrolle und die Wartung Ihrer Anlage verantwortlich sind, sollten Sie sich aber nicht nur auf die staatlich vorgeschriebenen Kontrollen verlassen, sondern sich angewöhnen, regelmässig selber Ihre Anlage zu überprüfen: Funktioniert die Anlage einwandfrei? Sind Tank und Rohrleitungen noch dicht?

Selbstkontrolle

  • Geruchskontrolle: Riecht es stärker nach Öl als auch schon?
  • Sichtkontrolle: Steht der Tank schief? Hat der Tank Risse, Beulen? Hat es in der Auffangwanne Flüssigkeit oder anderes Material?
  • Tastkontrolle: Hat es Öl an den Rohrleitungen?
  • Verbrauchskontrolle: Habe ich mehr Öl verbraucht als im Vorjahr, was nicht mit der kälteren Witterung erklärbar wäre?


Staatlich vorgeschriebene Kontrollen

Neben den «Einfachen Tankanlagen» gibt es Anlagen, die von ihrer Bau- und Konstruktionsart her komplexer sind. Sie zeichnen sich durch ein grösseres Fassungsvolumen aus und sind meist mit einer Füllsicherungen, die ein Überfüllen des Tanks verhindert, ausgerüstet. Erdverlegte Tanks werden zudem mit einem Leckanzeigesystem überwacht.

Die Leckanzeigesysteme müssen in regelmässigen Zeitabständen von einer fachkundigen Person anlässlich einer Funktionskontrolle geprüft werden.

Alle 10 Jahre hat zudem eine gründliche Kontrolle der gesamten Anlage durch eine fachkundige Person zu erfolgen.

Staatlich vorgeschriebene Kontrollen:

  • Kontrolle der Tankanlagen und periodische Funktionskontrolle der Leckanzeigesysteme:
  • Bewilligungspflichtige Tankanlagen: Kontrolle alle 10 Jahre
  • Leckanzeigesysteme für doppelwandige Tanks und Rohrleitungen alle 2 Jahre
  • Leckanzeigesysteme für einwandige Tanks und Rohrleitungen 1x jährlich

 

Kontakt
Letzte Änderung 27.08.2010

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