Unterhalt und Betrieb

Befüllen von Tankanlagen

  • Um jeglichen Problemen vorzubeugen empfiehlt das BAFU den Inhabern, Verwaltern, Ölhändlern und Öllieferanten die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Die Ölunfälle sind kostspielig und ärgerlich: Einsatz der Ölwehr, Überlaufen in die Auffangwanne, Gewässerverschmutzungen, Verunreinigungen, Gestank usw. «Vorbeugen ist besser als heilen.»
  • Der Tank darf nur befüllt werden, wenn die Anlage in Ordnung ist. Das heisst insbesondere, dass die Anlage abgenommen, bzw. gemeldet und - bei den bewilligungspflichtigen Anlagen - die fällige Kontrolle (Revision) durchgeführt wurde.
  • Vor der Bestellung von Heizöl, empfiehlt es sich die vorhandene Ölreserve mittels Messstab auf dem Tank zu ermitteln. und wieviel Öl maximal bestellt werden soll (= Nutzvolumen minus vorhandene Ölreserve). Als Vorsichtsmassnahme empfiehlt es sich zum Beispiel den Tank nicht ganz bis zum höchstzulässigen Füllstand zu füllen.
  • Der Öllieferant muss Zugang zum Tank haben, so dass er am Liefertag exakt ermitteln kann wieviel Öl im Tank noch Platz hat.
  • Bei mittelgrossen Tanks muss der Öllieferant den Fühler (auf dem Tank) an das Steuergerät (auf dem Tankfahrzeug) anschliessen. Wenn das Steuergerät eine Störung anzeigt darf nicht befüllt werden.
  • Der Öllieferant muss den Füllvorgang persönlich überwachen. Nötigenfalls muss die Pumpenleistung reduziert werden. Der Öllieferant muss den Füllvorgang spätestens beim höchstzulässigen Füllstand manuell unterbrechen. Die Abfüllsicherung spielt lediglich die Rolle einer Notsicherheit.

Revision der Tankanlagen

  • Nur diejenigen Tankanlagen, welche mit einer Bewilligung der Behörde erstellt werden dürfen,  d.h. die grösseren Installationen in besonders gefährdeten Gewässerschutz-bereichen, müssen alle 10 Jahre von einer fachkundigen Person kontrolliert werden.
  • Sollte die Kontrolle - welche zum Zweck hat, Betriebsschäden und Alterungserscheiningen festzustellen und fachgerecht zu beurteilen - ergeben, dass Ihre Tankanlage gravierende Mängel aufweist, sind Sie aufgefordert, diese durch eine fachkundige Person beheben zu lassen. Sie wissen es ja bereits: Diese Verantwortung liegt bei Ihnen.
  • Ältere, genau bezeichnete Anlagen, die nicht (mehr) dem heute vorausgesetzten Standard entsprechen (erdverlegte einwandige Tanks), müssen anlässlich der Kontrolle geleert und anschliessend von innen gereinigt und kontrolliert werden, damit zuverlässig beurteilt werden kann, ob die Tankwände irgendwelche bedrohliche Schäden aufweisen.
  • Ein Tank hat in der Regel eine Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten. Es empfiehlt sich aber beispielsweise Stahltanks nach 30 Jahren auch einmal von innen kontrollieren zu lassen.
  • Kleintankanlagen ausserhalb von Grundwasserschutz-zonen unterstehen keiner Kontrollpflicht. Hier tragen Sie die alleinige Verantwortung dafür, dass die Anlage dicht und funktionstüchtig bleibt.

Umfang der Kontrolle:

  • Kontrolle, ob der Tank und das Schutzbauwerk (Auffangwanne) dicht ist. Es handelt sich hierbei um eine Sichtkontrolle, die mit relativ geringem Aufwand erfolgt, aber einiges an Fachwissen voraussetzt.
  • Kontrolle, ob die Rohrleitungen dicht sind.
  • Kontrolle, ob die Druckausgleichsleitung und der Fühler der Abfüllsicherung funktionieren.
  • Nur bei erdverlegten einwandigen Tanks schreiben die Vorschriften eine Innenreinigung vor!

Ausserbetriebsetzung

  • Eines Tages möchten Sie Ihre Tankanlage nicht mehr weiterbetreiben, weil Sie beispielsweise eine neuere, modernere anzuschaffen gedenken oder weil Sie auf erneuerbare oder alternative Energien umsteigen wollen.
  • Es kann aber auch sein, dass die zuständige Behörde das Stilllegen einer Anlage verlangt, weil diese beispielsweise defekt ist und nicht mehr repariert werden kann.
  • In all diesen Fällen müssen Sie eine fachkundige Person mit dem Ausserbetriebsetzen Ihrer Tankanlage beauftragen.
  • Anschliessend melden Sie das erfolgte Stilllegen der Tankanlage der zuständigen Behörde.

Kontakt
Letzte Änderung 27.08.2010

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