Indikator Biodiversität

Schutzgebiete

Viele Lebensräume kommen in der Schweiz nur noch auf sehr kleinen Flächen vor. Schutzgebiete tragen dazu bei, diese zu erhalten, und spielen eine zentrale Rolle beim Schutz der Biodiversität in der Schweiz. Dank ihnen können Artenbestände in ihrem angestammten Lebensraum erhalten werden, können sich Bestände gefährdeter Arten wieder erholen und können Ökosysteme ihre Funktionen wahrnehmen. Ausserdem tragen die Schutzgebiete zur Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt der Schweiz bei.

Die für den Schutz und die Förderung der Biodiversität in der Schweiz ausgewiesenen Gebiete tragen dazu bei, das Aichi-Ziel Nr. 11 zu erreichen, welches im Strategischen Plan zur Biodiversität 2011–2020 der Biodiversitätskonvention (CBD) definiert wurde. Gemäss der CBD müssen auf mindestens 17 % der Landfläche Schutzgebiete eingerichtet werden.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Ziel bis 2020 2020: 17 Weitere ausgewiesene Gebiete zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität 2017: 2.61237229017803 Schutzgebiete von internationaler Relevanz 2017: 1.01 Kantonale, regionale und lokale Schutzgebiete 2017: 3.17507327116386 Nationale Schutzgebiete 2017: 6.6 Weitere ausgewiesene Gebiete zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität 2016: 2.48308622986557 Schutzgebiete von internationaler Relevanz 2016: 1.01 Kantonale, regionale und lokale Schutzgebiete 2016: 3.17507327116386 Nationale Schutzgebiete 2016: 6.25 Weitere ausgewiesene Gebiete zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität 2015: 2.37397602034637 Schutzgebiete von internationaler Relevanz 2015: 1.01 Kantonale, regionale und lokale Schutzgebiete 2015: 3.09435145936781 Nationale Schutzgebiete 2015: 6.24 Weitere ausgewiesene Gebiete zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität 2014: 2.26534903718057 Schutzgebiete von internationaler Relevanz 2014: 1.01 Kantonale, regionale und lokale Schutzgebiete 2014: 3.09435145936781 Nationale Schutzgebiete 2014: 6.23 Weitere ausgewiesene Gebiete zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität 2013: 2.05848673852489 Schutzgebiete von internationaler Relevanz 2013: 1.01 Kantonale, regionale und lokale Schutzgebiete 2013: 2.80034273949376 Nationale Schutzgebiete 2013: 6.23 Weitere ausgewiesene Gebiete zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität 2012: 1.99204541601066 Schutzgebiete von internationaler Relevanz 2012: 1.01 Kantonale, regionale und lokale Schutzgebiete 2012: 2.80034273949376 Nationale Schutzgebiete 2012: 6.23
Anteil der Schweizer Landesfläche (ohne Überlappungen), der für die Erhaltung der für Biodiversität oder spezifischer Arten ausgewiesen ist. Stand 31.12.2018

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU
Total nationale Schutzgebiete* 2018: 6.6 Total nationale Schutzgebiete* 2017: 6.6 Total nationale Schutzgebiete* 2016: 6.25 Total nationale Schutzgebiete* 2015: 6.24 Total nationale Schutzgebiete* 2014: 6.23 Total nationale Schutzgebiete* 2013: 6.23 Total nationale Schutzgebiete* 2012: 6.23 Total nationale Schutzgebiete* 2011: 6.22 Total nationale Schutzgebiete* 2010: 6.22 Total nationale Schutzgebiete* 2009: 5.73 Total nationale Schutzgebiete* 2008: 5.67 Total nationale Schutzgebiete* 2007: 5.67 Total nationale Schutzgebiete* 2006: 5.63 Total nationale Schutzgebiete* 2005: 5.63 Total nationale Schutzgebiete* 2004: 5.63 Total nationale Schutzgebiete* 2003: 5.59 Total nationale Schutzgebiete* 2002: 5.52 Total nationale Schutzgebiete* 2001: 5.52 Total nationale Schutzgebiete* 2000: 5 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2018: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2017: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2016: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2015: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2014: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2013: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2012: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2011: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2010: 3.65 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2009: 3.66 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2008: 3.66 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2007: 3.66 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2006: 3.66 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2005: 3.66 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2004: 3.66 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2003: 3.62 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2002: 3.62 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2001: 3.62 Eidgenössische Jagdbanngebiete 2000: 3.62 Wasser- und Zugvogelreservate 2018: 0.55 Wasser- und Zugvogelreservate 2017: 0.55 Wasser- und Zugvogelreservate 2016: 0.55 Wasser- und Zugvogelreservate 2015: 0.55 Wasser- und Zugvogelreservate 2014: 0.54 Wasser- und Zugvogelreservate 2013: 0.54 Wasser- und Zugvogelreservate 2012: 0.54 Wasser- und Zugvogelreservate 2011: 0.54 Wasser- und Zugvogelreservate 2010: 0.54 Wasser- und Zugvogelreservate 2009: 0.54 Wasser- und Zugvogelreservate 2008: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2007: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2006: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2005: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2004: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2003: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2002: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2001: 0.46 Wasser- und Zugvogelreservate 2000: 0.28 Biotope von nationaler Bedeutung 2018: 2.17 Biotope von nationaler Bedeutung 2017: 2.17 Biotope von nationaler Bedeutung 2016: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2015: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2014: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2013: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2012: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2011: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2010: 1.78 Biotope von nationaler Bedeutung 2009: 1.26 Biotope von nationaler Bedeutung 2008: 1.26 Biotope von nationaler Bedeutung 2007: 1.26 Biotope von nationaler Bedeutung 2006: 1.21 Biotope von nationaler Bedeutung 2005: 1.21 Biotope von nationaler Bedeutung 2004: 1.21 Biotope von nationaler Bedeutung 2003: 1.21 Biotope von nationaler Bedeutung 2002: 1.14 Biotope von nationaler Bedeutung 2001: 1.14 Biotope von nationaler Bedeutung 2000: 0.74 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2018: 0.42 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2017: 0.42 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2016: 0.42 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2015: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2014: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2013: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2012: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2011: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2010: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2009: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2008: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2007: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2006: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2005: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2004: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2003: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2002: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2001: 0.41 Schweizerischer Nationalpark und Kernzone Naturerlebnispark 2000: 0.41
Nationale Schutzgebiete (in % der Landesfläche). Stand 31.12.2018. *Das Total der Schutzfläche entspricht dem Anteil der Landesfläche ohne Überlappungen.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU
Kommentar

Die Schutzgebiete von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung machen derzeit 9,8 % der Landesfläche aus. Zwei Drittel davon (6,6 %) sind auf nationaler und ein Drittel (3,2 %) auf kantonaler Ebene geschützt. Der Umfang, in dem die verschiedenen Vollzugsaufgaben (rechtliche Sicherung, ökologische Inwertsetzung) realisiert wurden, variiert je nach Schutzgebiet. Weitere 3,6 % der Landesfläche sind in anderer Form der Biodiversität gewidmet.

Gesamthaft sind rund 13,4 % der Landesfläche der Schweiz als Gebiete für den Schutz der Biodiversität ausgewiesen. Der von der CBD vorgegebene Zielwert von 17 % ist derzeit in der Schweiz nicht erreicht. Aus diesem Grund wird der Zustand negativ beurteilt.

Zwischen 2007 und 2012 ist der Anteil der Landesfläche, der für den Schutz der Biodiversität ausgewiesen wurde, bedeutend gewachsen. Allerdings reicht der Zuwachs nicht aus, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Setzt sich das Wachstum in den kommenden Jahren im bisherigen Rhythmus fort, wird das 17-%-Ziel bis 2020 nicht erreicht. Diese Entwicklung ist daher unbefriedigend. 

Internationaler Vergleich

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt einen vergleichbaren Indikator bereit. Diesem Indikator zufolge, der nur Gebiete von nationaler Bedeutung erfasst, ist die Schweiz in Bezug auf die Bewirtschaftung ihrer Schutzgebiete in den hinteren Rängen klassiert. Laut dem OECD Umweltprüfbericht Schweiz 2017 sind die Schutzvorschriften in der Schweiz weniger streng als in den anderen OECD-Ländern. Zudem sind die Schutzgebiete oft zu klein, schlecht miteinander oder mit anderen europäischen Netzwerken verbunden und erfüllen die Schutzziele nicht umfassend.

Methode

Die Gesamtfläche der Schutzgebiete wird ohne Überlappungen ausgewiesen, die zwischen Flächen bestehen, welche mehreren Schutzkategorien angehören. Dazu werden die Schutzgebiete nach der Wichtigkeit ihres Beitrags zur Erhaltung der Biodiversität priorisiert.

In der Schweiz existieren verschiedene Arten von Schutzgebieten mit jeweils eigenen Schutzvorschriften. Folgende Schutzgebiete sind in diesem Indikator erfasst:

  • Schutzgebiete von nationaler Bedeutung. Dazu gehören der Schweizerische Nationalpark, die Kernzonen der Naturerlebnispärke, die Biotope von nationaler Bedeutung, die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung sowie die eidgenössischen Jagdbanngebiete;
  • kantonale und kommunale Flächen, die mittels hoheitlichem Akt als Schutzgebiete ausgewiesen werden. Dazu zählen Biotope von regionaler und lokaler Bedeutung und kantonale Waldreservate;
  • Schutzgebiete von internationaler Bedeutung wie Smaragd-Gebiete (Berner Konvention) und Gebiete unter dem Schutz der Ramsar-Konvention);
  • Flächen im Eigentum Dritter, die von privaten Organisationen als «Schutzgebiete» bezeichnet werden;
  • Biodiversitätsförderflächen der Stufe II.

Die Pufferzonen von Biotopen nationaler und regionaler Bedeutung tragen ebenfalls zum Schutz der Biodiversität bei.

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung
Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Abweichung vom theoret. Zielpfad in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
17% in 2020 2012 2017 43.97% In Richtung des theoretischen Zielpfads unbefriedigend
 
Zuletzt aktualisiert am: 29.05.2019

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