Indikator Klima

Energieeffizienz von Gebäuden

In der Schweiz ist rund ein Drittel der CO2-Emissionen auf den Gebäudepark zurückzuführen. Entsprechend hoch ist in diesem Sektor das Emissionsreduktionspotenzial. Das von Bund und Kantonen getragene Gebäudeprogramm zielt darauf ab, durch Beiträge an verschiedene Massnahmen den Energieverbrauch der Gebäude und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu senken. Jedes Jahr fliesst ein Drittel des Ertrags der CO2-Abgabe, höchstens aber 450 Millionen Franken (seit 2018), in das Gebäudeprogramm. Dazu kommen kantonale Kredite (ca. 80 Mio. Fr. pro Jahr).

Neben dem Gebäudeprogramm tragen auch die Minergie®-Standards zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden bei. Minergie®-Standards sind freiwillige Baustandards, die für hohe Energieeffizienz und niedrige Treibhausgasemissionen stehen

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
Zentralheizung 2017: 8.782262 Neubauten 2017: 12.39623 Modernisierung der Heiztechnik 2017: 14.53954 Gebäudetechnik 2017: 36.07429 Wärmedämmung 2017: 102.4527 Zentralheizung 2016: 9.931499 Neubauten 2016: 12.79711 Modernisierung der Heiztechnik 2016: 9.682437 Gebäudetechnik 2016: 35.86792 Wärmedämmung 2016: 93.38596 Zentralheizung 2015: 9.995632 Neubauten 2015: 15.1974 Modernisierung der Heiztechnik 2015: 16.61678 Gebäudetechnik 2015: 36.66348 Wärmedämmung 2015: 100.1883 Zentralheizung 2014: 12.57477 Neubauten 2014: 19.00882 Modernisierung der Heiztechnik 2014: 13.55411 Gebäudetechnik 2014: 41.81314 Wärmedämmung 2014: 152.1115 Zentralheizung 2013: 12.30051 Neubauten 2013: 14.00224 Modernisierung der Heiztechnik 2013: 10.69504 Gebäudetechnik 2013: 42.50868 Wärmedämmung 2013: 131.0325 Zentralheizung 2012: 9.810502 Neubauten 2012: 14.81777 Modernisierung der Heiztechnik 2012: 9.610313 Gebäudetechnik 2012: 45.17386 Wärmedämmung 2012: 174.034 Zentralheizung 2011: 8.82238 Neubauten 2011: 14.80281 Modernisierung der Heiztechnik 2011: 6.531529 Gebäudetechnik 2011: 44.36226 Wärmedämmung 2011: 135.4913 Zentralheizung 2010: 11.153129 Neubauten 2010: 10.977986 Modernisierung der Heiztechnik 2010: 3.501873 Gebäudetechnik 2010: 43.52288995 Wärmedämmung 2010: 23.079794
Im Rahmen des Gebäudeprogramms ausbezahlte Fördermittel nach Massnahmenkategorien

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFE
Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2017: 491.54494687749 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2016: 435.72472282168 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2015: 379.64182632496 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2014: 319.60141222515 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2013: 247.14952316003 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2012: 180.78616233076 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2011: 110.27431839745 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2010: 46.879110466124 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2017: 491.54494687749 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2016: 435.72472282168 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2015: 379.64182632496 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2014: 319.60141222515 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2013: 247.14952316003 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2012: 180.78616233076 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2011: 110.27431839745 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 2010: 46.879110466124
Die anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms entspricht der Einsparung an CO2-Emissionen, die dank der seit 2010 geförderten Massnahmen über deren Lebensdauer hinweg erzielt wird.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFE (Jahresbericht 2017 des Gebäudeprogramms)
Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2018: 52597 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2018: 740764 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2017: 91331 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2017: 737710 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2016: 116219 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2016: 649343 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2015: 139114 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2015: 694784 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2014: 109288 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2014: 425251 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2013: 38408 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2013: 586546 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2012: 50836 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2012: 557755 Minergie-A® (inklusiv Minergie-A-Eco®) 2011: 6910 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2011: 481444 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2010: 334240 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2009: 241363 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2008: 184373 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2007: 59035 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2006: 42687 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2005: 20379 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2004: 23445 Minergie-P® (inklusiv Minergie-P-Eco®) 2003: 25485
Energiebezügsfläche von neuen Gebäuden und Gebäudesanierungen mit Minergie-P®- bzw. –A®-Standard

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Minergie®
Kommentar

2017 wurden im Rahmen des Gebäudeprogramms etwas mehr als 174 Millionen Franken an Fördergeldern ausbezahlt (Abb. Finanzierte Massnahmen). In den ersten drei Jahren der Programmlaufzeit stiegen die ausbezahlten Fördermittel stark an. Seit 2013 sind die Förderbeiträge relativ stabil. Der Grossteil der Fördermittel entfällt in der Regel auf die Wärmedämmung von Gebäuden. Seit 2010 wurden mehr als 911 Millionen Franken in entsprechende Massnahmen investiert. Auch im Bereich der Haustechnik werden häufig Auszahlungen getätigt. Dabei geht es in den meisten Fällen um den Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen.

Dank der seit 2010 durch das Gebäudeprogramm unterstützten Massnahmen können – gerechnet über die Lebensdauer der betreffenden Anlagen – jedes Jahr rund 0,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden (Abb. CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms). Zum Vergleich: Laut dem nationalen Treibhausgasinventar sind die jährlichen CO2-Emissionen des Schweizer Gebäudeparks zwischen 1990 und 2017 um 4,5 Millionen Tonnen pro Jahr gesunken. Mit einer anhaltenden Wirkung von inzwischen 0,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr hat das Gebäudeprogramm im klima- und energiepolitischen Instrumentenmix eine sehr grosse Bedeutung.

Die Energiebezugsfläche der nach Minergie-P®-Standard gebauten oder sanierten Gebäude steigt kontinuierlich an (Abb. Gebäude mit Minergie®-Standard). Zwischen 2007 und 2012 war die jährliche Zuwachsrate besonders ausgeprägt. Seit 2011 hat auch die Energiebezugsfläche nach Minergie-A®-Standard zugenommen.

Die jedes Jahr im Rahmen des Gebäudeprogramms ausbezahlten Beträge sind relativ konstant. Da die Wirkung der Massnahmen mehrere Jahre lang anhält, erhöht sich die kumulierte Wirkung mit jedem Jahr. Die Entwicklung wird daher als positiv beurteilt. Allerdings ist das grosse Emissionsreduktionspotenzial im Gebäudesektor bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Aus diesem Grund wird der Zustand als negativ beurteilt.

Methode

Die CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms wird seit 2017 auf Basis des Harmonisierten Fördermodells der Kantone (HFM 2015) berechnet. Ausgegangen wird dabei von der Energie- und CO2-Einsparung, welche die geförderte Massnahme bewirkt. Diese Einsparungen liegen wesentlich höher als die hier dargestellte, dem Gebäudeprogramm direkt anrechenbare Wirkung, denn ein Teil der Bauherrschaften hätte gewisse energetische Massnahmen auch ohne finanzielle Förderung umgesetzt (Mitnahmeeffekt). Die Wirkung des Gebäudeprogramms entspricht den Energie- resp. CO2-Einsparungen der geförderten Projekte abzüglich solcher Mitnahmeeffekte.

Die Angaben zu den Gebäuden nach Minergie-P®- und -A® werden von Minergie® erhoben und veröffentlicht. Minergie® ist ein von Bund, Kantonen, Wirtschaft und zahlreichen Einzelmitgliedern getragener Verein.

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung

 Anhaltende CO2-Wirkung des Gebäudeprogramms 

Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Veränderung in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
Zunahme Mittel 2010-2012 Mittel 2015-2017 286.73% Zunahme positiv

Energiebezugsfläche der Gebäude mit Minergie®-Standard

Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Veränderung in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
Zunahme Mittel 2010-2012 Mittel 2015-2017 69.68% Zunahme positiv
 
Zuletzt aktualisiert am: 15.11.2019

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