Indikator

Gebäudefläche ausserhalb der Bauzonen

Das Bauen ausserhalb der Bauzonen von Städten, Dörfern und Weilern hat eine lange Tradition und unterschiedliche Funktionen: Bauernhöfe, Ökonomiegebäude, Alp- und Schutzhütten wurden von jeher und überall genutzt. In verschiedenen Regionen sind zudem Streusiedlungen ein traditionelles Siedlungsmuster ausserhalb von Bauzonen. In jüngerer Zeit wurden darüberhinausgehend vermehrt auch Bauten errichtet zur Ver- und Entsorgung, für Freizeit- und Sportanlagen und anderes mehr.

Bauten in der offenen Landschaft verändern diese und können sie auch prägen. Je nach Grösse, Form, Farbgebung und Anzahl von Gebäuden in einer Landschaftskammer sind deren Auswirkungen auf die Landschaft stärker oder schwächer und tendenziell positiv oder negativ behaftet.

Ausserhalb der Bauzonen darf heute nur unter bestimmten Bedingungen gebaut werden und die Entwicklung dieser Bautätigkeit ist zu kontrollieren. Damit soll erreicht werden, dass eine klare Trennung von Baugebieten und Nichtbaugebieten bestehen bleibt.

Bewertung des Zustandes
nicht bewertbar nicht bewertbar
Bewertung der Entwicklung
nicht bewertbar nicht bewertbar
Gebäudefläche ausserhalb der Bauzonen 2007: 12159

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Umwelt: Landschaftsbeobachtung Schweiz
Kommentar

Aufgrund der aktuellen Datensituation mit unterschiedlichen Datenquellen pro Zeitstand kann heute über die Entwicklung über die Zeit nichts ausgesagt werden. Die folgenden Aussagen beziehen sich auf die Resultate 2014 (TLM). Landesweit stehen auf 11'870 Hektaren Gebäude ausserhalb der Bauzonen. Dies entspricht knapp 21% der insgesamt durch Gebäude bedeckten Fläche in der Schweiz.

Zwischen den Regionen bestehen grosse Unterschiede: Das Mittelland (5'709 ha) und die Alpennordflanke (3'362 ha) weisen die mit Abstand grössten Flächen aller Regionen auf. Zusammen enthalten sie mehr als 75% aller ausserhalb der Bauzonen bebauten Flächen.

Im Mittelland ist der Anteil an Gebäudeflächen ausserhalb der Bauzone trotzdem am kleinsten (16.7%), weil hier der Anteil Siedlungsfläche und damit auch der Bauzonenflächen an der gesamten bebauten Fläche sehr hoch ist. Den höchsten Anteil an Gebäudeflächen ausserhalb Bauzonen an der gesamten Gebäudefläche besteht an der Alpennordflanke (35.7%). In dieser Region bestehen ausgedehnte Gebiete mit Siedlungsformen, die traditionellerweise ausserhalb der Bauzonen liegen.

Methode

Der Indikator Gebäudebestand ausserhalb der Bauzonen beschreibt quantitativ die Gebäudeflächen ausserhalb der Bauzonen. Zur Berechnung der Kennzahlen wurden die Landschaftsmodelle VECTOR25 (Stand 2007) und TLM (Stand 2014) des Bundesamts für Landestopografie sowie die Bauzonen des Bundesamts für Raumentwicklung (Stand 2012) verwendet.

Aufgrund der methodischen Änderungen bei der Erfassung von VECTOR25 und TLM können keine Zeitreihenanalysen durchgeführt werden. Der Aufbau des Gebäudebestands im TLM ist noch nicht ganz abgeschlossen, daher ist eine Auswertung der Gebäudeanzahl derzeit nicht sinnvoll. Die Auswirkungen der Aktualisierung auf die Gebäudefläche sind geringer.

 
Zuletzt aktualisiert am: 30.11.2017

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