Fahrzeuge der Landwirtschaft und Maschinen als Luftschadstoffquellen

Maschinen und Geräte sowie landwirtschaftliche Fahrzeuge haben einen hohen Dieselanteil. Sie stossen vor allem Stickoxide und Partikel aus. Die Luftschadstoffemissionen werden wegen verschärfter Abgasvorschriften in Zukunft abnehmen.

Die Anteile der Emissionen aus land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen, Maschinen und Geräten, Baumaschinen, Industriemaschinen und Geräten für Gartenpflege und Hobby an den Gesamtemissionen betrugen 2013:

  • ca.10 % bei den Stickoxiden (NOx)
  • ca. 4 % bei den Kohlenwasserstoffen (HC, VOC)
  • ca. 2 % beim Feinstaub (PM10)

Ihr Ausstoss von Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen und Partikeln wird deutlich abnehmen. Grund dafür sind Abgasvorschriften und der Partikelgrenzwert für Maschinen auf Baustellen.

Die CO2-Emissionen verharrten seit 2005 auf hohem Niveau. Ohne weitere Massnahmen dürften sie bis 2020 nur leicht abnehmen. Der Dieselverbrauch hat bis 2010 deutlich zugenommen und verblieb seither auf hohem Niveau. Der Benzinverbrauch nahm seit 1990 ab.

Land- und Forstwirtschaftsmaschinen als Luftschadstoffquellen

Traktoren sind die bedeutendste Schadstoffquelle des Nonroad-Sektors. Sie bilden mit 110'000 Einheiten die grösste Kategorie der Land- und Forstwirtschaft. Ihr Bestand wird bis 2020 leicht zurückgehen. Ebenfalls rückläufig sind die gesamten Betriebsstunden. Zu den land- und forstwirtschaftlichen Maschinen zählen auch Mähdrescher, Zweiachsmäher, benzinbetriebene Einachsmäher, Transportwagen und Hoflader.

Die Emissionen von Stickoxiden und Feinstaub haben seit 2000 als Folge neuer Abgasvorschriften abgenommen. Sie werden bis 2020 weiter deutlich abnehmen. Die CO2-Emissionen bewegen sich auf hohem Niveau. Sie nahmen seit 1990 leicht zu. Bis 2020 werden sie leicht abnehmen, auf 315'000 t pro Jahr. Handlungsbedarf besteht insbesondere beim Dieselruss und der Ausrüstung mit Partikelfiltern.

Baumaschinen als Luftschadstoffquellen

Mobile Maschinen wie Dumper, Bagger, Walzen und Krane belasten Baustellen und ihre Umgebung hauptsächlich mit Stickoxiden und Feinstaub. Die Luftbelastung hat seit 2000 deutlich abgenommen. Vor allem die krebserregenden Dieselrussemissionen sind dank der Ausrüstung mit Partikelfiltern stark gesunken.

Die Bestände haben seit den 1990er-Jahren auf insgesamt rund 45'000 Einheiten abgenommen. Sie werden ebenso wie die Betriebsstunden bis 2020 weiter leicht abnehmen. Der Trend geht in Richtung leistungsstärkere Maschinen.

Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen:

  • Strengere Abgasvorschriften bewirkten eine Halbierung der Stickoxidemissionen von 2000 bis 2010. Sie werden bis 2020 weiter abnehmen.
  • Der Feinstaubausstoss hat ebenfalls stark abgenommen, dank Abgasvorschriften, der Baurichtlinie Luft (2009) und eines strengen Grenzwertes für die Partikelanzahl (2009). Der Rückgang der Feinstaubemissionen wird bis 2020 anhalten.
  • Die Kohlenwasserstoffemissionen haben aufgrund der Abgasvorschriften von 2002 deutlich abgenommen. Bis 2020 werden sie weiter sinken.
  • Die jährlichen CO2-Emissionen der Baumaschinen sind infolge stärkerer Motorisierung seit 1990 deutlich gestiegen. Sie werden voraussichtlich bis 2020 auf 380'000 t pro Jahr verharren.

Energieverbrauch und Schadstoffemissionen des Non-road-Sektors

Cover Energieverbrauch und Schadstoffemissionen des Non-road-Sektors

Studie für die Jahre 1980–2050. 2015

Industriemaschinen als Luftschadstoffquellen

Industriemaschinen sind für einen relativ kleinen Teil der Emissionen aller Landwirtschaftsfahrzeuge, Maschinen und Geräte verantwortlich. Gabelstapler, Industrietraktoren, Kehr- und Reinigungsmaschinen, Hubarbeitsbühnen und Pistenfahrzeuge weisen einen hohen Anteil an Dieselmotoren auf. Die Gabelstapler sind mit 17'000 Stück die bedeutendste Maschinengattung. Sie stossen aufgrund vieler Betriebsstunden am meisten Luftschadstoffe aus, vor allem Stickoxide und Partikel, obwohl auch gasbetriebene und elektrische Modelle im Einsatz stehen. Viele Industriemaschinen werden in geschlossenen Räumen genutzt.

Die Bestände der einzelnen Maschinenkategorien haben sich bis 2005 erhöht und flachten danach ab. Einzig die Zahl der Pistenfahrzeuge ist seit 2005 rückläufig.

Aufgrund des hohen Anteils von Dieselmotoren sind die Stickoxid- und Partikelemissionen dennoch bedeutend. Wegen verschärfter Abgasvorschriften sind sie seit 2002 rückläufig. Die CO2-Emissionen verharrten auf hohem Stand und werden voraussichtlich erst in den nächsten Jahren leicht zurückgehen.

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Letzte Änderung 27.04.2018

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